debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #76 Geschrieben 11. November 2011 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Bestätigt wird das durch eine weit über dem Durchschnitt liegende Bildqualität- und das "könnte/sollte" eigentlich der Standard sein. Was heisst schlusendlich, "über dem Durchschnitt liegende Bildqualität"? Beauty lies in the eye of the beholder. Einer der "grossen", kontemporären Fotografen, Daido Moriyama, hat in seinem Portfolio Bilder, wo es mich interesseren würde, ob du in jenen die über dem Durchschnitt liegende Bildqualität erörtern könntest ,-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 11. November 2011 Geschrieben 11. November 2011 Hallo debArtCH, schau mal hier x100 bilderfreds in anderen foren . Dort wird jeder fündig!
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #77 Geschrieben 11. November 2011 Du hast vollkommen recht - learning by doing ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch den besten Lehrgang.Wer kein "Auge" hat, dem ist nicht zu helfen. Trotzdem sage ich: wenn ich im Forum eingestellte Bilder sehe, hinterfrage, wie sie entstanden, und daraus Nutzen ziehe, dann lerne ich sofort. Wenn ich dann noch in der Lage bin, so etwas umzusetzen, ist allen gedient ... Da hast du genau recht. Früher hat mein "Forum" eben so ausgesehen, dass ich z. B. mit meiner Cousine zusammen das Fotografieren auf unseren ersten gemeinsamen Reisen entdeckt habe. Später auch mit Freunden. Durch das gegenseitige Beobachten, hab ich z. B. festgestellt, dass ich ein Blümchen nicht nur von oben fotografieren kann.. Das ist uns dann z. T. auch später, nach den Trips, aufgefallen, als wir von den selben Orten die zu gleicher Zeit und unter gleichen Bedingungen entstandenen Fotos miteinander verglichen haben. Oft hat die eine oder auch die andere gedacht: Damn, wieso bin ich nicht auf die Perspektive oder jenen Bildauschnitt gekommen? Und damals war ja alles noch mit unseren Canon SLRs mit Kodak- oder Fuji-Film, resp. ich hatte noch eine alte Rollei 35S, in der ich auch mal einen Ilford 400 sw-Film verwendet hab. Nix mit erst nachher überlegen, was man eigentlich will - also, zumindest für uns nicht, weil wir ja unsere Filmstreifen vertrauensvoll an die damals omnipräsenten Fotoentwicklungsstudios abgegeben und denen alles weitere überlassen haben.. Heute macht mir manchmal die Nachlässigkeit oder auch die Eile einen Strich durchs wirklich gelungene Bild ,-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
lavendel Geschrieben 11. November 2011 Share #78 Geschrieben 11. November 2011 Was heisst schlusendlich, "über dem Durchschnitt liegende Bildqualität" Ganz einfach -richtige Farben ohne Farbstiche, richtige Schärfe, richtige Belichtung, keine ausgefressenen Lichter, keine abgesoffenen Schatten. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #79 Geschrieben 11. November 2011 Hast du dir die Bilder von Moriyama angeschaut? Keine Farben, ausgefressene Lichter, Rauschen zum abwinken, Details die in Schatten absauffen.. Auszug aus Wiki: Moriyama studierte Design und im Anschluss daran Fotografie. 1983 Fotograf des Jahres, Japan, 2004 Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie. Sorry, aber so fotografiert man heute - nix von Bildtechnik. Ausser es geht um die arty farty glossy paper shots.. (die technisch bestimmt perfekt ausgeleuchtet, belichtet und farbgetreu sind und natürlich auch schön sein können).. Zu seiner Technik: Bemerkenswert ist, dass er eine Technik entwickelte, ohne Blick durch den Sucher, auf der Straße zu fotografieren. Da wird kein Bild "komponiert", auf keine Regeln geachtet und in den wechselnden Lichtverhältnissen auch nichts angepasst vonwegen Belichtung usw., ausser was die Kamera hergibt (ev. fotografiert er sogar auf "P" oder "iAuto").. moriyama - Google-Suche Das ist Kunst, die verkauft sich und er fährt bestimmt einen fetten Lexus oder gar Porsche oder.. wenn ich mit google nach "welches auto fährt daido moriyama" suche, bringt er gar sowas: http://www.gosee.de/prev/302x226/images/content2/fraport-2-shop-win-auto-comp.jpg OK, das Bild war ev. einem anderen Beitrag auf der Webseite zugeordnet (auf der auch über Erotica da Moriyama berichtet wurde). Ich glaube einfach, dass er mit seinen technisch nicht der herkömmlichen Bildqualität entsprechenden Bildern ein Heidengeld verdient! Womit wir wieder bei der Aussage meinerseits sind, dass ein erfolgreicher Fotograf eben in erster Linie ein guter Verkäufer ist.. und so definiert, sind gute Bilder nicht die, die gefallen oder wo die Technik stimmt, sondern die, die sich verkaufen lassen. Man muss einfach "seine persönliche Nische" finden - s. z. B. Horizonte von Christine Hunold ,-) Aber - ich verstehe schon, was du meinst. Ich bin überzeugt, dass dieser japanische Fotograf und auch alle anderen da draussen schon ganz genau wissen, wann sie ihre Kamera wie einstellen müssen um genau das Resultat zu erhalten, dass sie bereits als Bild im Kopf tragen. Bei mir.. ja bei mir ist noch Vieles dem Zufall überlassen.. So, hier mal zur Auflockerung des Threads -ah sorry, ihr nennt das ja "fred" (bis ich wusste, was das ist *g*)- zwei technisch rel. unzulängliche Fotos, die on the go entstanden sind (honi soit qui Kinderfotos kritisiert *g*)!!: Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast pilobulus Geschrieben 11. November 2011 Share #80 Geschrieben 11. November 2011 das sind alles merkmale lavendel, die ich in ein paar jahren getrost der kamera elektonik überlassen, die kl. nikon machts vor, sie wählt bereits jetzt (für mich) das richtige aus. ach ich liebe den fortschritt, irgendwann ist sie dann auch bereit das richtige motiv und den richtigen bildauschnitt zu wählen. die weiterverarbeitung übernehmen jetzt schon teils eigenes programmierte assis für mich. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #81 Geschrieben 11. November 2011 @pilobulus: Der weg läuft ev. in eine gar noch ein bisschen andere Richtung. Nimm die Lytro.. Da kann nachträglich dann festgelegt werden, wo der Fokus liegt.. Schärfen und Unschräfen werden erst im Nachhinein festgelegt.. Die Evolution geht in die Rundummichmitallerinfoinklusiveschiesskamera und die passende Software dazu, und wir können dann schnippseln, komponieren, nachschärfen, unschärfen, mixen und blenden und.. so weiter. Oder noch besser wie bei der Musik: wir holen uns einfach die Samples per Download vom Internet und kreieren unsere Bilder fortan so. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
lavendel Geschrieben 11. November 2011 Share #82 Geschrieben 11. November 2011 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Hast du dir die Bilder von Moriyama angeschaut? Keine Farben, ausgefressene Lichter, Rauschen zum abwinken, Details die in Schatten absauffen.. Naja - s/w-Fotografie, ein Thema für sich. Aber zu diesem Fotografen: da schrecken mich schon die Motive ab und KUNST sind diese Bilder "für mich" auch nicht. Aber KUNST wird ja in der heutigen Zeit eh unterschiedlich bewertet. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #83 Geschrieben 11. November 2011 Da meine ich "beauty lies in the eye of the beholder".. Und Kunst ist heute das Wert, was sie an Geld einbringt. Allerdings ich auch froh, wenn sie nebst dem auch noch zu Diskussionen anregt ,-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
z00m Geschrieben 11. November 2011 Share #84 Geschrieben 11. November 2011 ...und KUNST sind diese Bilder "für mich" auch nicht. Aber KUNST wird ja in der heutigen Zeit eh unterschiedlich bewertet. Na sowas aber auch... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast pilobulus Geschrieben 11. November 2011 Share #85 Geschrieben 11. November 2011 was heute und früher als fotografische kunst angesehen wird, bestimmen nicht wir, sondern die ausstellungs- und museumskuratoren, dazu dann noch die galeristen und kunstkritiker. und da findet sich ein "Moriyama" allemal wieder. @lavendel, poste doch mal bitte einen link zu einem "fotografischen kunstwerk". aber jetzt bitte nicht bresson, der stellt ja nun auch im gleichen stockwerk wie der moriyama aus. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #86 Geschrieben 11. November 2011 Kunst ist..? Diskussion angeregt..! Erstes Ziel erreicht. Jetzt muss nur noch ein Käufer her oder wenigstens jemand was für's Ausstellen berappen ,-) Das mit den "Flecken" hab ich auch -halbwegs- mitbekommen. Ich denke, es gibt Vieles, das Kunst ist, sein soll, sein will und wir einfach nicht verstehen. Wir sehen beim Endprodukt ja oft nicht hinter das Konzept, die Beweggründe oder die Entstehungsgeschichte. Haben keine Referenz dazu, was zu dem Resultat geführt hat. Lustig wirds, wenn ich den Künstler frage und er mir seine Absicht nicht erklären kann/will *g* Und manchmal ist es einfach der Zeitgeist.. Gloss is beautiful, trash is in. Bei der heutigen Bilderflut muss man die "Konsumenten" sowieso auf einem ganz anderen Niveau abholen, wobei die Höhe desselben keine Rolle spielt. Siehe die Entwicklung der Nachrichten und mit welcher Art von Bildern diese uns vermittelt werden. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
lavendel Geschrieben 11. November 2011 Share #87 Geschrieben 11. November 2011 was heute und früher als fotografische kunst angesehen wird, bestimmen nicht wir, sondern die ausstellungs- und museumskuratoren, dazu dann noch die galeristen und kunstkritiker.und da findet sich ein "Moriyama" allemal wieder. @lavendel, poste doch mal bitte einen link zu einem "fotografischen kunstwerk". E b e n - wir leben in einer "verkehrten" Welt. Diese sogenannte von einigen Leuten bestimmte "Kunst" definiere ich mit "künstlich" und unnatürlich, teilweise auch abstoßend und vulgär, sowas würde ich mir weder real und noch weniger als Foto anschauen. Daher kann ich auch nicht mit einem "fotografischen Kunstwerk" dienen. Meine Welt ist die NATUR, sowohl im wirklichen Leben als auch mit der Kamera festgehalten, es gibt nichts Besseres. Simpel und einfach, wie alles Wesentliche im Leben! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
mapu Geschrieben 11. November 2011 Share #88 Geschrieben 11. November 2011 Zum Thema was ist Kunst und was ist Kunst wert: Gursky-Foto Ich schätze, das hätte ich auch hinbekommen, aber keiner würde auf die Idee kommen, mir dafür 4,3 Mio. USD dafür zu bezahlen... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
gropiusbau Geschrieben 11. November 2011 Share #89 Geschrieben 11. November 2011 Ging es um Bildkritik, oder um Kunst? Ein technisch beschissenes Bild kann super sein, ein technisch Perfektes beschissen, ist doch klar. Hat das denn Irgendwas mit dem Ursprungsbeitrag zu tun? Man kann sowohl zu dem Einen, wie auch zu dem Anderen Kritik üben, der Forist von heute erträgts nicht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #90 Geschrieben 11. November 2011 Ja, die Natur liefert ja auch wirklich superschöne, tolle Motive. Und da bin ich deiner Meinung, dass die richtige Technik auch schöne Ergebnisse liefert. Die meisten Naturaufnahmen sind ja auch eher dokumentarischer Natur, also - hab ich auf jeden Fall das Gefühl. Da muss die Detailtreue stimmen. Aber Naturaufnahmen sind halt auch eine andere Form der Kunst. Manchmal hab ich beim Fotografieren von Tieren, Pflanzen, Landschaften, Bildern.. usw. selbst einfach oft das Gefühl, dass das vor mir schon ein anderer viel besser festgehalten hat.. Es reizt mich dann höchstens das Ausprobieren, das eigene Ergebnis selbst stellt mich selten wirklich zu 100 %zufrieden. Deshalb meine ich, dass man eben seine Nische finden muss.. Ansonsten hat eigentlich auch niemand behauptet, dass Kunst schön oder gefällig sein oder irgendwelchen einseitigen Richtlinien folgen muss. Ich bin überzeugt, dass wir heute die Technik an Rubens Sohn (17jhd) verspeisendem Saturn bewundern, oder auch Goyas Version (19jhd) akzeptieren können. Ich bin aber ziemlich sicher, dass die Bilder zu der Zeit, wo sie entstanden sind unter Umständen ähnliche Reaktion hervorgerufen haben, wie jetzt die von Moriyama bei dir.. Zudem wenn wir die beiden Versionen vergleichen zeichnet sich doch da schon eindeutig der ästhethische Zerfall der Gesellschaft ab. Wir verrohen nicht erst seit ein paar Jahren ,-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #91 Geschrieben 11. November 2011 Zum Thema was ist Kunst und was ist Kunst wert: Gursky-Foto Ich schätze, das hätte ich auch hinbekommen, aber keiner würde auf die Idee kommen, mir dafür 4,3 Mio. USD dafür zu bezahlen... Ich würde sagen, der hat "gestriked"! Punkt für den Künstler. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #92 Geschrieben 11. November 2011 Ging es um Bildkritik, oder um Kunst? Ein technisch beschissenes Bild kann super sein, ein technisch Perfektes beschissen, ist doch klar. Hat das denn Irgendwas mit dem Ursprungsbeitrag zu tun? Man kann sowohl zu dem Einen, wie auch zu dem Anderen Kritik üben, der Forist von heute erträgts nicht. Das sind threads, Faden. Wie mit Ariadnes Faden kannst du dir den Weg zum Anfang zurück verfolgen, aber die Wirren des Labyrinths sind unergründlich und sowas wie das hier entwickelt sich halt weiter.. Aber, natürlich hast du recht. Wenn's um Bildkritik geht, bin ich froh, wenn mir jemand sagt: der Draht da oben rechts, der stört. Oder: dein Horizont kippt. Oder: probier mal das so und so umzusetzen, die Perspektive, etc.. Ich finde es manchmal etwas eigenartig, wie verhalten z. T. Fotografen mit der Info zu ihren Einstellungen umgehen. Da wär ich froh, wenn doch einer mal sagt: dieses Bild hätte ich mit diesen Einstellungen geschossen (ev. auch mit der Messmethode usw..). OK, man könnte das sicher den z. T. eingestellten EXIFs entnehmen. Aber für zahlentechnisch nicht ganz so versierte Hobbyfotografen, ist es ev. manchmal etwas schwierig, die Theorie in Praxis umzuwandeln. Da helfen einfach Instruktionen. WOBEI.. ich verstehs ja auch. Wenn mich einer fragt, wie er seinen Compi reparieren kann, ohne einen blassen Schimmer von der Technik zu haben, geb ich ihm ja auch nur grobe Tipps und servier ihm die Lösung nicht unbedingt gratis aufs Tablet. Vor Allem, wenn so meine Einnahmequelle konkurriert wird. Hm.. thinking about it - ich frag ja auch nicht meinen Garagisten, wie ich meine Karre reparieren kann.. Aber das sollte ja hier nicht der Fall sein. Wir sind ja zum Austausch hier.. Wenn ich allerdings so Kommentare erhalte wie "Die Fuji gewinnt" (Bildvergleich NEX-5N vs. X100) und der nächste schreibt "Manchmal liegt's nicht an der Kamera" (oder so ähnlich lapidar), dann kann ich das nicht richtig zuordnen und wenn da zwei ältere Herren so über meine Bilder diskutieren, fällt mir eben als Antwort (oder Referenz) dazu auch nur noch Statler und Waldorf ein ,-) ..und lässt mich übrigens auch verstehen, wenn einer verwirrt von dannen zieht, weil ihm solche Kommentare nicht weiter helfen.. (OK, das Pferdefoto war übel - aber es hatte ja wie ich mitbekommen habe noch eine Vorgeschichte). Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Aurelius Geschrieben 11. November 2011 Share #93 Geschrieben 11. November 2011 ....meinen Garagisten, wie ich .... die Schweizer....so süß Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #94 Geschrieben 11. November 2011 die Schweizer....so süß Wie meinst du denn jetzt das wieder? Ich glaube manchmal wirklich, Deutsch ist eine Fremdsprache *g* ..oder - wobei, nein, nicht "oder": ihr tickt eben schon irgendwie anders ,-) Meine neue Signatur: In der Schweiz ist nur die Schoggi süss! Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
donalfredo Geschrieben 11. November 2011 Share #95 Geschrieben 11. November 2011 Es lebe der kleine Unterschied. Schon mein seeliger Max Weckmann (Züri-Taxi) hat mich immer mit seiner "Garasch" begeistert. Dabei hört sich das viel schöner an als Werkstatt oder Tanke ... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
christian ahrens Geschrieben 11. November 2011 Share #96 Geschrieben 11. November 2011 Da wär ich froh, wenn doch einer mal sagt: dieses Bild hätte ich mit diesen Einstellungen geschossen (ev. auch mit der Messmethode usw..). OK, man könnte das sicher den z. T. eingestellten EXIFs entnehmen. Aber für zahlentechnisch nicht ganz so versierte Hobbyfotografen, ist es ev. manchmal etwas schwierig, die Theorie in Praxis umzuwandeln. Da helfen einfach Instruktionen. Au Backe, wir sind in der Kunst-Diskussion! Das habe ich nicht gewollt! Das endet immer ganz, ganz schlimm. Daher lieber zur Entstehung eines "guten" Bildes. Die technischen EXIF-Parameter nützen nicht viel. Denn sie sagen zwar, wie das Bild belichtet wurde, nicht aber warum und schon gar nicht, ob die gewählten Einstellungen essentiell für das Foto waren. Ich weiß gar nicht, warum die Leute immer wissen wollen, dass ein Bild mit Blende 3.5 bei 1/640 sec und 400 ASA fotografiert worden ist. Es könnte auch bei 200 ASA und 1/320 fotografiert worden sein. usw. Davon abgesehen: man sieht das in den Bildern doch. Man sieht, ob es eine lange oder kurze Brennweite war, ob die Blende eher offen oder eher geschlossen war und auch, ob eher viel oder weniger Licht vorherrschte. Nehmen wir mal folgendes Foto: Das habe ich auf einer Reise mit der X100 gemacht. Es gefällt mir ganz gut. Es wurde bei ISO 200 mit Blende 7.1 und einer 1/55 sec gemacht. Warum? Keine Ahnung. Haben diese Einstellungen irgendeinen besonderen Sinn? Nö. Hätte man "bessere" Einstellungen finden können? Auf jeden Fall. Habe ich aber nicht getan bzw. ich habe das erste Bild nicht korrigiert. Schäme ich mich jetzt, weil ich als Berufsfotograf so fragwürdige Einstellungen vorgenommen habe? Ach geh. Wieso auch. Es hat ja auch so funktioniert: Das Bild ist technisch soweit ja in Ordnung Aber was viel wichtiger ist: sein Ausdruck und die Emotion des Bildes haben mir gefallen. Als ich das Gebäude vor den schwarzen Wolken gesehen habe, dachte ich mir, dass es ein reizvoller Kontrast zwischen Himmel und Architektur geben würde. Zu dem Zeitpunkt war gerade eine Besuchergruppe oben auf der Plattform. Menschen klumpten zusammen. Das war kein Bild. Also habe ich ein bißchen gewartet und hatte Glück. Die meisten Leute verschwanden schnell, nur einer blieb zurück. Das war mein Bild! Die einsame Silhouette vor dräuendem Himmel, eingebettet in eine ästhetisch reizvolle Formenwelt. Ich mag melancholische Motive, ich mag Individuen, ich mag Menschen, die für sich stehen. Also habe ich das Bild so realisiert. Das sind die Fotos, die mir etwas Wert sind: die vom Fotografen gestaltet wurden, weil er eine Idee hatte, einen bestimmten Ausdruck erzeugen wollte - und zwar so, dass auch andere Betrachter etwas damit anfangen können. Hier ist es mir, wie ich glaube, ganz gut gelungen. Die Idee ist das Wichtigste. Die Technik ist nur ein Teil der Ausführung und manchmal bedeutungslos. Darüber würde ich viel lieber etwas erfahren - von den Fotografen: was sie gemacht haben, was sie vorhatten, was sie erreichen wollten, und warum sie das Bild so gemacht haben, wie sie es gemacht haben. VG Christian Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #97 Geschrieben 11. November 2011 Es lebe der kleine Unterschied.Schon mein seeliger Max Weckmann (Züri-Taxi) hat mich immer mit seiner "Garasch" begeistert. Dabei hört sich das viel schöner an als Werkstatt oder Tanke ... Ah, das meinst du!! Nous sommes halt multilingual.. You know.. Fünf Sprachen (mindestens) in einem so kleinen Land, das ist ja eigentlich schon beeindruckend. Nur sind wir Schweizer zu bescheiden (zu ..wenig klever..? zu ..wenig frech..?), um uns dadurch in unserem Ego gestärkt zu fühlen und auf die Pauke zu hauen. Aber ich weiss aus erster Hand, dass die Deutschen das z. T. nur lo lange süss finden, bis sie z. B. mit ihren in Deutschland erworbenen Abschlüssen als Kaufmänner und Kauffrauen die Anforderungen in unseren Inseraten für eine einfache Büroangestellte studiert haben.. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
debArtCH Geschrieben 11. November 2011 Share #98 Geschrieben 11. November 2011 Die Idee ist das Wichtigste. Die Technik ist nur ein Teil der Ausführung und manchmal bedeutungslos. Darüber würde ich viel lieber etwas erfahren - von den Fotografen: was sie gemacht haben, was sie vorhatten, was sie erreichen wollten, und warum sie das Bild so gemacht haben, wie sie es gemacht haben. Christian Das hab ich ja auch geschrieben, Tipps wie man etwas anders realisieren hätte können oder worauf man hätte achten können.. Die Einstellungen, resp. die Technik, ist aber für Hobbyisten z. T. schon auch noch wichtig. Gerade z. B. die unterschiedlichen Effekte, die man mit den verschiedenen Messmodi hinbekommt. Ich habe Vieles einfach durchs rumspielen herausgefunden, aber ich glaube, da unterscheidet sich dann der Berufsfotograf vom Hobbyfotograf: er benutzt die Kamera täglich und weiss genau, wie er was einstellen muss, damit eben die Wolken schwarz, der Himmel blau und die Fassade richtig weiss wird (WB). Ich weiss das ja theoretisch auch.. aber ich denke nur in den Momenten darüber nach, wo ich mir Zeit nehme, zu fotografieren. Wenn ich das einfach so zwischendurch mache, oder mit jemandem unterwegs bin, der nicht fotografiert, bin ich immer irgendwie gedrängt und schiesse ein unüberlegtes Foto in der Eile.. Übrigens: ich muss das Bild zu Hause anschauen, hab hier 256k Farben in einer Citrix-Umgebung ,-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
donalfredo Geschrieben 11. November 2011 Share #99 Geschrieben 11. November 2011 Daher lieber zur Entstehung eines "guten" Bildes. Die technischen EXIF-Parameter nützen nicht viel. Denn sie sagen zwar, wie das Bild belichtet wurde, nicht aber warum und schon gar nicht, ob die gewählten Einstellungen essentiell für das Foto waren. Ich weiß gar nicht, warum die Leute immer wissen wollen, dass ein Bild mit Blende 3.5 bei 1/640 sec und 400 ASA fotografiert worden ist. Es könnte auch bei 200 ASA und 1/320 fotografiert worden sein. usw. VG Christian Als relativer Anfänger (im fortgeschrittenen Bereich) sage ich mal, daß du nicht richtig liegst. Natürlich spielt es keine große Rolle, wenn sich die Belichtungszeit und die Empfindlichkeit die Waage halten, aber warum das eine Bild mit Blende 1.4 so ganz anders aussieht als das Identische mit Blende 8 weiß sehr wahrscheinlich nicht jeder. Wir setzen jetzt voraus, daß der Käufer einer X 100 kein Frischling ist. Wenn man aber diese Gegebenheiten im Nachbarforum (Systemkameras) ansetzt, wo es viele Neueinsteiger oder Umsteiger aus der Kompaktklasse gibt, die sich bisher nur im Eselmodus (iA) bewegt haben, sieht die Sache ganz anders aus. So wie man uns früh beibringt, warum 2x2 vier ist, so müssen die Grundbegriffe- und Kenntnisse der Fotografie nicht zwangsläufig vorhanden sein, und genau darum ist die Existenz der Exifs für manchen sehr lehrreich. Darum sieh' es einfach so, daß nicht alle User in einem Forum den gleichen Wissenstand haben ... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
tabbycat Geschrieben 11. November 2011 Share #100 Geschrieben 11. November 2011 Zum Thema was ist Kunst und was ist Kunst wert: Gursky-Foto Ich schätze, das hätte ich auch hinbekommen, aber keiner würde auf die Idee kommen, mir dafür 4,3 Mio. USD dafür zu bezahlen... Ich hätte es wohl nicht hinbekommen, schlicht und ergreifend weil ich bei dem völlig parallelen unspannenden Linienverlauf ums Verrecken nicht auf die Idee gekommen wäre den Auslöser zu drücken. Wäre mir nicht mal eine Fingerkrümmung wert gewesen - und ein anderer bezahlt dafür eben mehr als ich im ganzen Leben durch ehrliche Arbeit zusammentragen und verprassen kann. Chapeau!, DAS ist die wahre Kunst - bringe einen selbsternannten Kunstliebhaber dazu schier unfassbare Geldbeträge loswerden zu wollen... mfg tc Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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