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Das Buch habe ich am Samstag bei Lambertin in der Wühlkiste für 5 Euro gefunden. Mit Fuji fotografiere ich schon lange, nachdem ich mein Nikon Vollformatgeraffel nicht mehr brauchte. Die X-Pro2 habe ich auch schon über ein Jahr. Eigentlich dachte ich ja, dass ich mich gut auskenne, aber dem ist scheinbar nicht so. Ich wußte z.B. nicht, dass die ACROS Filmsimulation gleichzeitig eine Filmkornsimulation beinhaltet. Ich habe bisher nur Standard BW benutzt. Natürlich wollte ich es jetzt genau wissen und habe Testaufnahmen mit beiden Einstellungen und ISO von 200 bis 12800 gemacht. Einen deutlichen Unterschied bei Standard-BW zwischen 200 und 3200 habe ich nicht gesehen, aber bei 12800 war der Rasen im Garten ninter dem Haus eine mehr oder weniger strukturlose Fläche. Bei der ACROS-Simulation war zwar ein deutliches "Korn" zu sehen, aber der Rasen hatte auch Struktur, wenngleich man keine einzelnen Grashalme erkennen konnte. Ich hätte kein Problem damit, die Aufnahme für einen 40x60 Print zu benutzen. Wie das Bild 1:1 auf dem Monitor aussieht interessiert mich nicht.

Für Farbaufnahmen werde ich das mit der Kornsimulation sicher auch noch austesten.

Dann wunderte ich mich auch nicht mehr, wieso der Autor für Auto-ISO eine Enstellung bis 12800 enpfieht. Das ist für die allermeisten Bilder vermutlich gut genug. Natürlich würde ich das nicht für Landschaft oder ähnlich kritische Motive benutzen.

Dann noch was zum Stabilisator. Meine Zooms sind stabilisiert und ich wusste, dass man den Stabi für Stativaufnahmen ausschalten soll. Er empfiehlt aber den Stabilisator grundsätzlich ausgeschaltet zu lassen, wenn er nicht nötig ist, weil der auch gewisse Verschlechterungen bewirken kann. Werde ich mal ausprobieren.

Auch sonst gibt es viele interessante Tipps, obwohl der überwiegende Teil des Buches nicht für mich geschrieben ist. Die Kamera lässt so viele Einstellungen zur Verbesserung der Bildqualität bei der Aufnahme zu, dass ich mich frage, ob man es dabei überhaupt noch schafft, über das Motiv nachzudenken. Ein gutes Bild entsteht nun mal leider nicht durch die beste Technik. Ich fotografiere digital eigentlich am liebsten nicht anders als analog (ohnehin meistens). Meine Grundeinstellungen mache ich vor dem Fotografieren, so wie ich analog mich für eine Kamera und einen Film vorher entscheide. Auf diese Art und Weise sind unzählige hervorragende Bilder entstanden, bevor es Digis gab.

bearbeitet von Jochen-Busch
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Am 7.10.2024 um 11:20 schrieb Jochen-Busch:

Die Kamera lässt so viele Einstellungen zur Verbesserung der Bildqualität bei der Aufnahme zu, dass ich mich frage, ob man es dabei überhaupt noch schafft, über das Motiv nachzudenken.

Genau das ist der Punkt bei den modernen digitalen Kameras ;) !
Ich hatte irgend wann meine X-Pro2 so eingestellt, dass ich nur noch die üblichen Belichtungsparameter anpassen musste.
Dass man da noch viel mehr "herumspielen" kann ist zwar schön, aber wenn ich das dann gemacht hatte, war bei der nächsten Benutzung irgend etwas anders.
Meist war es die manuelle ISO, die ich verstellt hatte - und dann wunderte ich mich, warum ich keine kürzeren Verschlusszeiten bekam - oder das Foto viel zu dunkel war.

Den Einstellungs-Rundgang vor der Benutzung mache ich viel zu selten - so wie neim Auto: Einsteigen und losfahren ;) !

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Eine meiner vorherigen Kameras hatte einschließlich Tastdisplay weit über 10 Funktionstasten. Die habe ich alle nach Empfehlungen im Internet sinnvoll eingestellt. Nach ein paar Wochen hatte ich bei den allermeisten Funktionstasten keine Ahnung mehr, was ich daraufgelegt hatte.

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vor 5 Minuten schrieb Jochen-Busch:

Eine meiner vorherigen Kameras hatte einschließlich Tastdisplay weit über 10 Funktionstasten. Die habe ich alle nach Empfehlungen im Internet sinnvoll eingestellt. Nach ein paar Wochen hatte ich bei den allermeisten Funktionstasten keine Ahnung mehr, was ich daraufgelegt hatte.

Das wurde wie gesagt sogar schonmal verfilmt: "Denn sie wissen nicht, was sie tun".

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  • 2 weeks later...

Als Endanwender geht es mir persönlich unglaublich auf den Sender, dass man nicht nur bei Kameras, sondern auch z.B. bei - in meinem Metier - Gitarreneffektgeräten eine Kiste bekommt, die "mit allem Mist" vollgeballert ist. Von den 'zig Sachen, die in solchen Kisten drin sind, brauche ich nur einen Bruchteil davon.

Mir jedenfalls (und ich kann da wirklich nur von mir sprechen) würde eine Kiste (egal, ob Gitarreneffekt oder Kamera) genügen, die erst einmal "leer" ist und wo ich dann Step by Step entscheide, was als mir genehmer Anwendungsmodus rein kommt oder nicht.

Kein überfrachtetes Gedöns, wo von vielen Anwendungsmöglichkeiten die Hälfte ohnehin nichts oder nur wenig taugt. Sondern erst einmal "Nichts". Und dann dazu individuell ladbare, hochwertige Anwendungsmodule zum Aufrüsten. Also der umgekehrte Weg. Qualität statt Quantität.

Just my 2 cents.

bearbeitet von MichaelM
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Solche Anwendungsmodule sind sinnvoll. Sie heißen bei Fuji "Custom Settings" und sind seit der X-S10 bei allen Modellen Standard. Sie werden aber oft nicht so genutzt, was aber eher an den Benutzern liegt, denn die deutsche Übersetzung dafür heißt nicht umsonst "Benutzereinstellungen" oder "benutzerdefinierte Presets". Es ist also Sache der Benutzer, diese Einstellungen mit Leben zu füllen. Stattdessen versuchen viele Benutzer jedoch, dort "Rezepte" unterzubringen, was jedoch gar nicht der Sinn der Sache ist und zu verschiedenen Problemen führen kann. 

Die Pro2 hat an dieser Stelle hingegen noch C-Settings, die als Rezeptespeicher dienen können. Dafür gibt es dort also keine "Anwendungsmodule". Aber  bei einer solchen Kamera steht ohnehin die Retrobedienung im Vordergrund, und die ist ja mechanisch über die Bedienräder vorgegeben, wenn auch nur als Simulation.

 

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vor 7 Stunden schrieb MichaelM:

Kein überfrachtetes Gedöns, wo von vielen Anwendungsmöglichkeiten die Hälfte ohnehin nichts oder nur wenig taugt. Sondern erst einmal "Nichts".

Wieso ist das denn nicht so? Man MUSS sich doch nicht mit alldem überflüssigen Kram befassen. Ich habe meine Kameras seit Jahren einmal meinen Bedürfnissen angepasst eingestellt (kaum anders als meine analoge OM-2) und fertig. Für die 3 oder 4 Sachen, die ich gegebenenfalls nach Situation einstelle, habe ich "My Menü".

bearbeitet von Jochen-Busch
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vor 39 Minuten schrieb Jochen-Busch:

Für die 3 oder 4 Sachen, die ich gegebenenfalls nach Situation einstelle, habe ich "My Menü"

Die Hierarchie Einstellräder, (Fn-)Tasten, T-Fn-Gesten, Q-Menü, My Menu und ganz am Schluss das normale Menü hat sich bewährt. Außerdem eben die genannten Custom Settings bei den neueren Modellen, die einen raschen Einsatzmoduswechsel ermöglichen.

Die meisten erfolgreichen User arbeiten mit dieser Hierarchie und müssen deshalb nur noch selten ins Menü. So selten, dass sie vielleicht gar nicht mehr wissen, wo sich eine bestimmte Funktion normalerweise befindet. Für mich ist das manchmal peinlich, wenn ich einem User eine Einstellung empfehle, er mich dann fragt, wo man sie findet, und ich es auch nicht so genau weiß, weil diese Einstellung bei mir auf einer der höheren Hierarchie-Ebenen liegt, die ich selbst gestalten kann. Wenn ich die Funktion brauche, dann drücke ich natürlich dort, wo ich sie selbst hingetan habe.

Wenn mir jemand seine eigene Fuji in die Hand drückt, ist es meist unmöglich für mich, damit sinnvoll zu fotografieren, weil die Einstellungen, die ich brauche, entweder gar nicht belegt oder an für mich ungewohnter Stelle zu finden sind. Das liegt daran, dass man die Kameras ziemlich konsequent auf seine eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann, und das mache ich auch so. Andere machen das sicherlich auch, aber eben individuell anders. Und wieder andere machen es nicht. Alles kann, nichts muss.

Aus diesem Grund gibt es auch sehr divergierende Einschätzungen zu Benutzerschnittstellen und Modellen mit reduzierten Bedienelementen wie die X-E4. Für die einen wunderbar, für andere reinste Schikane. 

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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vor 7 Stunden schrieb MichaelM:

Sondern erst einmal "Nichts".

Eine Kamera, deren Anwendungsmöglichkeiten erst einmal "NICHTS" umfasst, wäre für mich und wohl auch die meisten anderen nicht attraktiv. Zudem auch schwer verkäuflich, weil man sie auf Messen oder im Laden schwerlich demonstrieren und probieren könnte. Mit den Werkseinstellungen könnte sie ja erstmal "nichts", und das wäre in so ziemlich allen Fällen weniger als das, was die Konkurrenz zustande bringt. Somit nicht wirklich überzeugend.

Dass aktuelle Kameras überfrachtet sind und immer mehr Funktionen und Optionen ansammeln, stimmt aber natürlich. Das liegt teilweise an den Foristen und Nerds, die immer mehr Unteroptionen und Möglichkeiten verlangen, wozu auch eine freie Belegbarkeit für möglichst alles gehört. Es liegt auch an der Konkurrenz, die immer mehr aufbietet, und da zieht der Rest dann eben nach. Im Vergleich zu Marken wie Nikon sind die X-Kameras jedoch spartanisch ausgestattet und bieten relativ wenig Möglichkeiten. Das schlägt sich auch im Handbuchumfang nieder, man vergleiche etwa das Handbuch einer Nikon Zf "Retrokamera" mit dem für eine X-T5. 

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