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vor 31 Minuten schrieb pragmatiker:

Beim Objektiv gibt es dann offenbar unterschiedliche technische Aussagen was UV Licht anstellt oder eben nicht.

Oh, das Licht stellt alles mögliche an, aber da der Sensor das nicht mitbekommt und wir folglich auch nicht, bleibt es das Privatvergnügen des Lichts. Wollen wir es ihm verwehren?

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vor 7 Minuten schrieb mjh:

Oh, das Licht stellt alles mögliche an, aber da der Sensor das nicht mitbekommt und wir folglich auch nicht, bleibt es das Privatvergnügen des Lichts. Wollen wir es ihm verwehren?

Wenn wir kontrastminderndes Streulicht im Objektiv haben, dann interessiert es den Sensor/ das Bild auch. In dem verlinkten Video geht es ja um den Punkt: Beeinflusst UV Licht das andere Licht im Objektiv (was dort mit ja beantwortet wird) und dann spielt es eine Rolle. Es geht um UV Licht als Störer für das Licht, was für den Sensor relevant ist.

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vor 9 Minuten schrieb pragmatiker:

Wenn wir kontrastminderndes Streulicht im Objektiv haben, dann interessiert es den Sensor/ das Bild auch.

Licht, das der Sensor nicht sehen kann, kann sich auch als Streulicht nicht ’reinmogeln. Mit dem Trick kommt es nicht durch, sorry.

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Am 8.6.2025 um 18:13 schrieb mjh:

Licht, das der Sensor nicht sehen kann, kann sich auch als Streulicht nicht ’reinmogeln. Mit dem Trick kommt es nicht durch, sorry.

Richtig. Es wurde zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von mir 🙃. Die weite Verbreitung von UV-Filtern geht auf die Zeiten zurück, in denen Filmemulsionen überproportional (also stärker als unsere Augen) auf den UV-Anteil reagierten, Mehrschichtvergütungen noch eine Neuheit waren und daher Objektive mit möglichst wenigen Linsen/Elementen konstruiert wurden. Die allermeisten optischen Gläser sind für Wellenlängen < 370 nm nicht sehr durchlässig, bieten aber weniger Schutz (also etwas höhere Transmission) im Grenzbereich zum sichtbaren Licht, zwischen 370 und 390 nm. Heutige Mehrschichtvergütungen und viellinsige Konstruktionen erfordern daher keinen (Front-) UV-Filter mehr, zumal die meisten Sensoren einen unmittelbar vorgelagerten, ziemlich effektiven UV-IR-Filter besitzen.

Frühe UV-Filter (später als 'Skylight'-Filter vermarktet) waren nicht selten zart gelblich-orange, was bei S/W nicht störte und bei Farbdiafilm von manchen geschätzt wurde. Bei kritischer Betrachtung war das aber zumindest gelegentlich unerwünscht, wenn nicht sogar störend. Außerdem gab es bei manchen Herstellern Probleme mit der Planlage und Ebenheit der Filterflächen (und der mechanischen Fassungen), was den Billigprodukten einen schlechten Ruf bescherte. Spätestens seit dem Wechsel zu komplett klaren, vergüteten Filtergläsern, Mitte der 1970er, war das aber nur noch eine Frage des Preises.

Ich nutze UV-Filter nur zum mechanischen/chemischen Schutz, da ich zwischen Ozean und Wüste pendle und sowohl Staub als auch Salz lieber auf dem Filter als auf der Frontlinse habe. Filter sind auch leichter schonend zu reinigen als konkave Linsen. Einziger Nachteil, außer dem zusätzlichen Preis, ist deren optische Position an der Frontseite des Objektivs (klar, muss so sein, um zu schützen), da sie dort anfälliger für Streulicht sind als eine zurückliegende Frontlinse.

bearbeitet von Berthold
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Am 8.6.2025 um 18:03 schrieb pragmatiker:

Beeinflusst UV Licht das andere Licht im Objektiv (was dort mit ja beantwortet wird)

Das verlinkte Video war mir zu langatmig und zu wenig fundiert. UV-Licht ist nur dadurch 'anders' als sichtbares Licht, weil es eine andere Wellenlänge (bzw. Frequenz) hat. Wir Menschen sehen kein UV-Licht: Bienen aber z.B. sehr wohl, und sie suchen danach auch bestimmte Blüten aus. Ein faszinierendes (Nischen-) Thema!

Was auch immer mit der 'Beeinflussung' im verlinkten Video gemeint sein mag, aber was mir dazu in den Sinn kommt (Interferenz), spielt in der bildlichen Fotografie keine Rolle.

Wie weiter oben geschrieben können Vorschraub-Filter - gleich welcher Art - zu Streulicht-Problemen führen, da sie an vorderster Position des gesamten Optik-Pakets montiert sind. Besonders, wenn sie nicht durch eine Streulichtblende abgedeckt sind. Aber das hat nichts mit UV-Filtern im Speziellen zu tun, sondern nur damit, wie Streulicht in den Strahlengang gelangen kann.

Ergänzung: Es gibt ja Fotografen, die Streulichtblenden nicht mögen und stattdessen die Hand zur Abschattung nehmen. Das ist alles gut und schön, solange das Streulicht nur aus der Richtung der Hand kommt. Im Schnee, auf See oder, in meinem Falle, in der Wüste reicht das nicht immer.

bearbeitet von Berthold
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Am 12.6.2025 um 20:58 schrieb Berthold:

Was auch immer mit der 'Beeinflussung' im verlinkten Video gemeint sein mag, aber was mir dazu in den Sinn kommt (Interferenz), spielt in der bildlichen Fotografie keine Rolle.

Wenn es um kohärentes Laserlicht ginge, könnte es zu Interferenzeffekten kommen, aber in der bildmäßigen Fotografie haben wir es praktisch ausschließlich mit inkohärentem Licht zu tun. Das heißt, selbst wenn nur zwei Wellenlängen im Spiel wären, eine im sichtbaren und eine im unsichtbaren UV-Bereich, würden wir keine Interferenz sehen, weil Wellen mit allen möglichen Phasenlagen unterwegs sind, auch wenn sie dieselbe Wellenlänge haben. Bei einer Überlagerung zweier Wellenlängen kohärenten Lichts käme es zu einer Interferenz, aber das wäre dann immer so, also auch wenn beide Wellenlängen im Bereich des sichtbaren Lichts lägen.

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