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vor 49 Minuten schrieb Leicanik:

Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe: geht es dir um den richtigen Ausschnitt, oder tatsächlich darum, dass die Kamera das Bild komplett so ausgeben soll, wie du es live siehst? Letzteres ist unmöglich, denn es erfolgt ja immer irgendeine Art von Veränderung durch die eingestellten Werte und die Verarbeitung zum Bild. Oder geht es dir einfach darum, dass die Kamera eine möglichst realistische Farbwiedergabe haben soll?

und warum macht die Kamera diese Veränderungen gegenüber dem Livebild?  Wenn ich etwas anderes als ein möglichst realistisches Livebild haben will, dann kann ich die Szene auch nach meinem Geschmack malen. Die Abweichungen sind umso grösser je höher der Kontrast wird. Für viele, von der Belichtung her "unkritische" Szenen, passt die Ausgabe natürlich.

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vor 5 Minuten schrieb CMOS:

und warum macht die Kamera diese Veränderungen gegenüber dem Livebild?

Die Veränderungen macht ja nicht die Kamera, sondern der Fotograf. Und zwar, weil er es bewusst so möchte. 

vor 10 Minuten schrieb CMOS:

Die Abweichungen sind umso grösser je höher der Kontrast wird.

Alles, was nicht den "normalen" Sehgewohnheiten (S/W, Langzeitbelichtung, Kurzzeitbelichtung, spezieller Farblook etc.) führt im Bild immer zu Abweichungen. Auge und Gehirn funktionieren nunmal anders wie eine Kamera. 

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Ich bin eigentlich ganz zufrieden und habe nur (scheinbar) kleine Wünsche.

Ich wünsche mir:

- Einen AF der zB bei Fokussieren auf Zweige eines ruhig in der Landschaft stehenden Baums, vor neutral weißem Hintergrund bei unkritischen Lichtverhältnissen nicht immer mal wieder knapp daneben liegt (und das möglichst per FW Update)

- Eine unübersehbare Warnung wenn die Belichtungsvorschau deaktiviert ist  

Wäre das bitte möglich?

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vor 5 Stunden schrieb CMOS:

und warum macht die Kamera diese Veränderungen gegenüber dem Livebild? 

Weil es gar nicht anders geht. Keine Kamera kann das, kein Analogfilm konnte das, auch kein Handy. Es ist immer ein irgendwie „künstliches“ Abbild der Welt. Und wenn drei Leute die gleiche Szene sehen, sehen sie sie garantiert auch auf drei zumindest etwas unterschiedliche Weisen. Fotografie ist immer subjektiv, eine irgendwie „völlig neutrale, objektive“ Fotografie ist Illusion. Aber natürlich kann die Darstellung näher oder entfernter von der Realität sein. Man könnte vielleicht die Kamera so programmieren, dass sie möglichst exakt die Farben so wiedergibt, wie ein Spektrometer sie misst. Aber ob man diese Bilder gerne ansehen würde, halte ich für fraglich. Und ob man sie für realistisch halten würde, ebenso. Da spielt ja dann auch noch unser Farbgedächtnis eine Rolle. Dazu ein kurzes Beispiel: Wenn du Schnee im Schatten unter blauem Himmel fotografierst, ist der ziemlich blau. Keiner hält das für realistisch, weil unser Hirn (unser Gedächtnis) nach weißem Schnee verlangt.

bearbeitet von Leicanik
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vor 15 Stunden schrieb CMOS:

Wenn ich etwas anderes als ein möglichst realistisches Livebild haben will, dann kann ich die Szene auch nach meinem Geschmack malen.

Man könnte ja jetzt andersherum auch die Kamera so einstellen, dass sie möglichst dem Livebild entspricht. Ansonsten ist es eben so, wie es @Leicanikschön erklärt hat. Wir haben ein Gehirn und zwei Augen, es gibt unendlich verschiedene Lichtfarben und Situationen und unser Gehirn korrigiert das ja auch, was wir sehen. Schnee soll ja "angeblich" auch nicht weiß sein... Tausendfach wird Farbe reflektiert, von Wänden, von Kleidung, vom Himmel. Da hat auch nicht mehr die Farbe, die es eigentlich hat. Dazu kommt natürlich noch die individuelle Sichtweise. Aufgrund seiner eigenen Sicht hat man die Möglichkeit eine Kamera halbwegs dahin zu bringen, was wir gerne hätten. Da ist die Entwicklung schon einen Schritt weiter, als im Analogbereich, wo das immer eine Überraschung war, bevor der Film entwickelt wurde. Aber, wer das erlebt hat, der weiß auch wie Kameras oder Filme auf dies oder das reagiert haben und das man bei aller Erfahrung zwar dann irgendwann besser wurde, aber trotzdem immer eine gewisse Unsicherheit blieb. Jetzt hat man doch das Werkzeug in der Hand, mit den man arbeitet, sieht das Ergebnis sehr nah im Voraus schon und kann sich damit beschäftigen, was ich jetzt auch nicht so abwegig finde, bei etwas, was ein Hobby oder Beruf ist. Warum muss alles automatisch gehen? Wer entscheidet, was man sieht, wie man es gerne darstellt und ist die Sicht durch den Sucher gleich Bild auch immer das was wirklich darstellen möchte und tut sie jedem Bild gut? Fotografie ist ja auch ein kreativer Prozess, womit man sich beschäftigt, experimentiert, darstellt und Wirkung erzielen möchte...

Wer gerne puzzelt kauft sich doch das auch nicht schon fertig  zusammengesetzt. Wer gerne malt,  kauft sich auch nur einen Pinsel, eine Leinwand und Farbe. Warum soll das anders sein, wenn man gerne fotografiert?

bearbeitet von DRS
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vor 21 Stunden schrieb Leicanik:

Weil es gar nicht anders geht. Keine Kamera kann das, kein Analogfilm konnte das, auch kein Handy. Es ist immer ein irgendwie „künstliches“ Abbild der Welt. Und wenn drei Leute die gleiche Szene sehen, sehen sie sie garantiert auch auf drei zumindest etwas unterschiedliche Weisen. Fotografie ist immer subjektiv, eine irgendwie „völlig neutrale, objektive“ Fotografie ist Illusion. Aber natürlich kann die Darstellung näher oder entfernter von der Realität sein. Man könnte vielleicht die Kamera so programmieren, dass sie möglichst exakt die Farben so wiedergibt, wie ein Spektrometer sie misst. Aber ob man diese Bilder gerne ansehen würde, halte ich für fraglich. Und ob man sie für realistisch halten würde, ebenso. Da spielt ja dann auch noch unser Farbgedächtnis eine Rolle. Dazu ein kurzes Beispiel: Wenn du Schnee im Schatten unter blauem Himmel fotografierst, ist der ziemlich blau. Keiner hält das für realistisch, weil unser Hirn (unser Gedächtnis) nach weißem Schnee verlangt.

und was macht man dann? Man verändert die Farbtemperatur manuell und siehe, da der Schnee wird weiss. Leider mit einem Kollateralschaden, der blaue Himmel wird auch weiss😄

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vor 52 Minuten schrieb CMOS:

und was macht man dann? Man verändert die Farbtemperatur manuell und siehe, da der Schnee wird weiss. Leider mit einem Kollateralschaden, der blaue Himmel wird auch weiss😄

Warum? Wenn es nur darum geht, dass der Schnee weiß dargestellt wird, kann man ja auch einfach die Belichtungskorrektur verwenden, denn dafür ist sie ja eigentlich da. Man muss also nicht unbedingt in die Farbtemperatur über den Weißabgleich eingreifen. Dann behält der Himmel auch seine blaue Farbe. 

bearbeitet von Dare mo
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vor 19 Stunden schrieb Dare mo:

Warum? Wenn es nur darum geht, dass der Schnee weiß dargestellt wird, kann man ja auch einfach die Belichtungskorrektur verwenden, denn dafür ist sie ja eigentlich da. Man muss also nicht unbedingt in die Farbtemperatur über den Weißabgleich eingreifen. Dann behält der Himmel auch seine blaue 

 

bearbeitet von CMOS
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vor 3 Minuten schrieb CMOS:

ja, kann man auch machen, Schatten aufhellen, dann fressen halt die Lichter im Himmel aus: nächster Tipp?

Das ist jetzt nicht ernsthaft das Problem und auch keine sachliche Einschätzung. 

Man kann die Regler ja auch passend bedienen.
Also das mir die Lichter im Himmel ausgebrannt sind weil ich Schatten aufgehellt habe ist mir noch nie passiert und ich habe auch schon 2-3 Bilder bearbeitet. 
Auch eine leichte WB Korrektur die sich deutlich auf Schnee auswirkt, entsättigt nicht gleich den ganzen blauen Himmel. Mit Masken kann man das perfektionieren, aber das dürfte nicht zwangsläufig nötig sein. 

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Wenn ich in einem schummrig (z.B. Kerzen-) beleuchteten Raum bin, sehe ich dennoch übliche Gesichtsfarben. Jetzt kann ich der Kamera sagen , mach  das auch so mit dem Weißabgleich, das sieht dann aber ungewohnt ungemütlich aus. Oder (mein Geschmack), ich erlaube einen gewissen orange-warmen Farbstich. Dann gefällt mir das Bild besser, obwohl es gerade nicht so aussieht, wie es persönlich in der Situation gesehen wird. Alles subjektiv, da kann die Kamera nix dran machen . Ganz unabhängig von den technischen Limitationen bei der Helligkeitsdynamik. 

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vor 5 Stunden schrieb AS-X:

Auch eine leichte WB Korrektur die sich deutlich auf Schnee auswirkt, entsättigt nicht gleich den ganzen blauen Himmel. Mit Masken kann man das perfektionieren, aber das dürfte nicht zwangsläufig nötig sein.

Der Himmel ist tatsächlich kein so großes Problem. Schwieriger ist es, Bildbereiche von der Korrektur auszunehmen, die im Sonnenlicht liegen. Die Blaufärbung betrifft ja nur die Schatten. Insbesondere wenn Menschen im Bild sind, sehen sie nach der Korrektur aus, als hätten sie einen Sonnenbrand.

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vor 15 Stunden schrieb AS-X:

Das ist jetzt nicht ernsthaft das Problem und auch keine sachliche Einschätzung. 

Man kann die Regler ja auch passend bedienen.
Also das mir die Lichter im Himmel ausgebrannt sind weil ich Schatten aufgehellt habe ist mir noch nie passiert und ich habe auch schon 2-3 Bilder bearbeitet. 
Auch eine leichte WB Korrektur die sich deutlich auf Schnee auswirkt, entsättigt nicht gleich den ganzen blauen Himmel. Mit Masken kann man das perfektionieren, aber das dürfte nicht zwangsläufig nötig sein. 

Du hast natürlich vollkommen recht.  Ich hatte den Belichtungskorrekturregler  im Visier und der ist da natürlich  nicht geeignet. Der Tonwertregler für die Tiefen passt.  Trotzdem  brauche ich z. B. keinen schnelleren AF oder besseren OIS oder eine höhere Auflösung von Fujikameras. Eine treffendere Belichtung in schwierigen Situationen,  ohne an der Kamera oder im RAW rumzubasteln, wäre mir persönlich lieber. Da ich sehr viel auf Reisen bin und oft Unmengen an Bildern mitbringe,  habe ich oft keine Lust jedes 2. Bild nachzubearbeiten, das Reiseerlebnis geht vor, dann kommt das entspannte Fotografieren😉.

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