Tommy43 Geschrieben 25. Februar 2018 Share #51 Geschrieben 25. Februar 2018 Werbung (verschwindet nach Registrierung) .... Wer sich freiwillig in die Öffentlichkeit begibt, macht sich damit selbst zur öffentlichen Person und muss damit rechnen (auch fotografisch) wahrgenommen zu werden. .... Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Geh in die Öffentlichkeit und Du bist eine öffentliche Person. Steckt ja in beiden Worten „öffentlich“ drin, ist doch logo Alter? Nein, weil es im Gesetz nicht um „öffentliche Personen“ geht - zu der ich nach der kruden Logik von DeLux durchs Rausgehen werde - , sondern um „Personen des öffentlichen Lebens“. Ich geh zum Brötchenholen und bin Bundeskanzler oder Pop-Star? Nö, ... schade eigentlich . Da gehört dann schon etwas mehr dazu, als nur aus der Tür zu gehen, außer vielleicht bei der Gattung der It-Girls oder Dschungelcamp-Insassen. Die essen Maden und haben anschließend das Pech, auch beim Brötchenholen fotografiert werden zu dürfen und auf FB oder Instagram zu landen. Aber dadurch wird man ja vielleicht vom D- zum C-Promi . Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 25. Februar 2018 Geschrieben 25. Februar 2018 Hallo Tommy43, schau mal hier Menschen fotografieren - gefragt oder ungefragt oder wie? . Dort wird jeder fündig!
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #52 Geschrieben 26. Februar 2018 Als Radfahrer bin ich als schwächerer Teil eines Interessenkonflikts tagtäglich konfrontiert mit dem Recht des Stärkeren. Guten Morgen.Der Radfahrer ist in diesem Fall der schwächere Verkehrsteilnehmer. Ich hoffe, du bist nicht allzusehr enttäuscht, dass ich das genau so sehe. Übrigens auch der Gesetzgeber. Der sieht das ebenso. Allerdings ist "Radfahrer vs Fußgänger" der Fußgänger der Schwächere, und was darf man da erleben? Richtig! Das Recht des Stärkeren. Beim Auto zählt also wie beim Fotoapparat die Intention des Bedieners welche Charakteristik das Tun bekommt. P.S. übrigens nehme ich meine Verantwortung für mein Tun derart ernst, dass ich gerade ein für mich sehr lukratives Jobangebot bei H&K abgelehnt habe. Beim Autobauen helfen ist noch o.k., beim.... P.P.S. Übrigens ist "Gutmensch" für mich kein Schimpfwort. Ich nehme den Terminus sehr wörtlich. Eher kann ich die Absender der Betitelung dann besser einschätzen. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Mattes Geschrieben 26. Februar 2018 Share #53 Geschrieben 26. Februar 2018 Falls es so ist, sehe ich das als Armutszeugnis einer modernen Gesellschaft. Welche Interessen sollte höher stehen, als die des jeweils schwächeren Teils eines Interessenkonfliktes? Witzig, dass Du als Reaktion auf das verlinkte Urteil darauf schliesst, dass der Fotografierte in diesem Rechtsstreit der Schwächere sei. Ein Fotograf, der für Gesellschafts- und US-kritische bekannt und ausgezeichnet wurde, ist im Rechtsstreit gegen einen ehemaligen jüdischen Diamantenhändler in New York wohl keineswegs der Stärkere... Und übrigens dazu: "Wer hier nur die Rechtslage sieht, diese bedauert, oder auch bewusst ignoriert beweist eine gute Portion Egoismus. Auch der Hinweis auf Dokumentation des Lebens, bis hin zur Deklaration des eigenen künstlerischen Anspruchs macht nur eines klar, der Protagonist möchte seine Interessen wahrnehmen, nur seine. Dafür setzt er sich über die Interessen des Gegenübers hinweg." und "da ist mir wie gesagt mein Interesse näher, sogar mit Deckung durch das Gesetz. Zur Not setze ich mich dann auch einfach durch - ob gefragt oder ungefragt. Dann gehe ich meiner Neigung nach!" Du verweigerst anderen die Ausübung ihrer Interessen, hältst Deine aber für legitim? Und die Egoisten sind die anderen? Okay... Grüße Matthias Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #54 Geschrieben 26. Februar 2018 Du verweigerst anderen die Ausübung ihrer Interessen, hältst Deine aber für legitim? Und die Egoisten sind die anderen? Wenn sie dabei über meine berechtigten Interessen(Persönlichkeitsrecht) hinweggehen, na sicher! Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast X-Ercist Geschrieben 26. Februar 2018 Share #55 Geschrieben 26. Februar 2018 Guten Morgen. Der Radfahrer ist in diesem Fall der schwächere Verkehrsteilnehmer. Ich hoffe, du bist nicht allzusehr enttäuscht, dass ich das genau so sehe. Übrigens auch der Gesetzgeber. Der sieht das ebenso. Allerdings ist "Radfahrer vs Fußgänger" der Fußgänger der Schwächere, und was darf man da erleben? Richtig! Das Recht des Stärkeren. Beim Auto zählt also wie beim Fotoapparat die Intention des Bedieners welche Charakteristik das Tun bekommt. P.S. übrigens nehme ich meine Verantwortung für mein Tun derart ernst, dass ich gerade ein für mich sehr lukratives Jobangebot bei H&K abgelehnt habe. Beim Autobauen helfen ist noch o.k., beim.... P.P.S. Übrigens ist "Gutmensch" für mich kein Schimpfwort. Ich nehme den Terminus sehr wörtlich. Eher kann ich die Absender der Betitelung dann besser einschätzen. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Guten Morgen! Über die Kräfteverteilung im Strassenverkehr sind wir uns einig, da hast Du mich wohl falsch verstanden. Die ist oft eine Frage von Masse und Geschwindigkeit, und nicht der Rechtslage, die ja Gleichberechtigung vorsieht. Ich finde es wesentlich ungesünder, von einem Auto, welches mir die Vorfahrt nimmt, angefahren zu werden, was mir schon passiert ist, als in der Öffentlichkeit fotografiert zu werden, was mir auch schon passiert ist. Es macht mir nichts aus, in der Öffentlichkeit fotografiert zu werden, und es ist mir egal, was mit den Bildern passiert. Na gut, in der Bildzeitung möchte ich mich nicht wiederfinden, aber sonst..... Anders rum, wenn mir jemand zu verstehen gibt, dass es ihr/ihm nicht recht ist, fotografiert zu werden, respektiere ich das. Nicht jede® möchte den Blick durch die Kamera auf sich spüren, der ja wesentlich präziser ist als das in der Menge umherschweifende Auge. Wenn jemand also nicht sooo genau betrachtet werden will, nehme ich Abstand vom Fotografieren. Ein wichtiger Aspekt ist noch die Situation, die im Foto gezeigt wird. Da gehört einfach Fingerspitzengefühl dazu, was man fotografieren und dann auch zeigen möchte. Beispielsweise finde ich, dass Menschen beim Essen meistens fürchterlich aussehen, also fotografiere ich sie dann nicht. Ich verstehe einfach nicht, warum Du so nachhaltig auf diesem Thema rumreitest, warum Du bei jeder Gelegenheit darauf hinweist wie schlimm es ist, wenn man seine Mitmenschen in der Öffentlichkeit fotografiert und die Bilder öffentlich zeigt, beispielsweise hier im Forum. Auch das lässt eventuell Rückschlüsse auf den Absender zu? Gruss X Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #56 Geschrieben 26. Februar 2018 Auch das lässt eventuell Rückschlüsse auf den Absender zu? Wenn ich das Konzept der menschlichen Kommunikation richtig verstanden habe, eindeutig - ja. P.S. Übrigens geht wohl das Gesetz von Gleichberechtigung im Strassenverkehr aus, bei der Rechtsprechung wird mitunter einseitig gewichtet. Durfte ich selbst erleben. Der Kfz-Führer sei der geschultere Teilnehmer wurde mir bedeutet. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
hooky69 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #57 Geschrieben 26. Februar 2018 Werbung (verschwindet nach Registrierung) ich verstehe bei der ganzen Diskussion nicht, wo eigentlich der Schaden für die Fotografierten liegt. Ich habe noch keinen Schaden vom fotografiert werden erlitten und ich kenne auch keinen, der jemals dadurch einen Schaden erlitten hat. Ich spreche jetzt von unserer Hobbyknipserei. Ein Schaden entsteht doch erst, wenn irgendjemand dadurch Nachteile erleidet. Ein Schaden erleidet doch nur der verklagte Fotograf. Und wenn der Fotografierte Profit daraus schlägt, hat er doch nichts anderes als Profit dadurch "erlitten". Und Hand aufs Herz, ich glaube es geht zu 99 Prozent nur darum. Herabwürdigende Fotos, welche zu einem Schaden vielleicht führen könnten, habe ich in diesem Forum noch nicht gesehen. So viel Verantwortung traue ich hier jedem der eine Kamera bedienen kann zu. Anders sieht es vielleicht bei den Handy-Facebook Knipsern aus, die jeden Mist zwanghaft posten müssen, meistens Abbilder von sich selber - dann ist das gar nicht schlimm, wenn die Fotos durch die Welt ziehen - aber wehe wenn ein anderer....den verklag ich! Ein Fotoforum kann und sollte eigentlich dazu dienen, in der eigenen fotografischen Entwicklung weiterzukommen und dazu gehören auch Rückfragen, Feedbacks - vielleicht um mal eine Ausstellung, ein Fotobuch oder ähnliches zu erstellen. Mit einem Thema wie Christian es so schön erklärte. Wenn dann aber immer nur der Zeigefinger in die Höhe schnellt, ist das sicherlich keine Förderung der Entwicklung. Ich habe den glauben an das Forum hinsichtlich der eigenen Weiterentwicklung in meiner Fotografie schon vor Monaten an den Nagel gehangen. Hierfür suche ich mir mittlerweile andere Wege. Hier wird der Spaß an der Fotografie leider eher zerstört. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Uwe Richter Geschrieben 26. Februar 2018 Share #58 Geschrieben 26. Februar 2018 Ich spreche jetzt von unserer Hobbyknipserei. Ein Schaden entsteht doch erst, wenn irgendjemand dadurch Nachteile erleidet. Ein Schaden erleidet doch nur der verklagte Fotograf. Und wenn der Fotografierte Profit daraus schlägt, hat er doch nichts anderes als Profit dadurch "erlitten". Und Hand aufs Herz, ich glaube es geht zu 99 Prozent nur darum. Dummerweise oder auch zum Glück, je nach Sichtweise, entscheidet das nach der hiesigen Rechtslage aber nicht der Fotograf, sondern der Fotografierte. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
DeLuX Geschrieben 26. Februar 2018 Share #59 Geschrieben 26. Februar 2018 Hi, Fotografen erzählen mit ihren Bildern Geschichten vom Leben auf unserem Planeten. Und das Leben der Menschen, die sozialen Räume, das Miteinander und das Gegeneinander gehören dazu. Es ist ein erregendes Abenteuer, die Augen offen zu halten und die Vielfalt des Lebens einzufangen, zu bündeln, zu verdichten, zu ordnen, zu erzählen. Gute Fotografen mit einem echten Anliegen tun das – überall auf der Welt. Im Auftrag, ganz offiziell, für sich selbst, als Künstler oder als Kreative, als Fotoreporter in Krisengebieten, in Zeiten des Umbruchs, aber auch im ganz normalen alltäglichen Leben. Gute Fotografen verstehen es, aus ihren Bildern etwas zu destillieren, was auch anderen Menschen etwas gibt, sie berührt, erstaunt, erschreckt, bewegt oder zum Nachdenken bringt. Das "Schokoschnuten-Bild" stelle ich mir jetzt fröhlich und glücklich vor – und vollkommen harmlos. Welche Grenze wird da überschritten? Ich hätte auch nichts dagegen, wenn mich ein Kollege hier aus dem Forum mit einer glücklichen Erdbeerschnute treffend fotografiert. Ich glaube nicht daran, dass Fotos die Seele des Fotografierten beschädigt – viel eher können sie etwas Beseelendes sichtbar machen. Wenn Fotografen dieses Abenteuer nicht immer wieder gewagt hätten und in ihren Bildern, Ausstellungen, Reportagen oder Büchern gezeigt hätten, wüssten wir viel weniger über die Menschen auf diesem Planeten: über ihre Gefühle, ihre Leiden, ihr Glück, ihre Lebensumstände, ihre Enttäuschungen und ihre Hoffnungen. Ich bin mir sicher, dass Fotografen immer wieder diese Themen suchen und neue spannende Geschichten fotografieren werden. Und das ist gut. VG Christian Diesen Text möchte ich gerne noch einmal jedem ans Herz legen, genau das ist es doch, warum wir fotografieren. Danke, Christian. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
DeLuX Geschrieben 26. Februar 2018 Share #60 Geschrieben 26. Februar 2018 Die Argumentation finde ich richtig klasse. Also ist die staatliche Überwachung des öffentlichen Raumes durch Kamerasysteme ja nur recht und billig, oder? Ich überwache niemanden. Erkenne den Unterschied. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
MEPE Geschrieben 26. Februar 2018 Share #61 Geschrieben 26. Februar 2018 @hooky69: Die Frage ist immer, wo man die Grenze für einen "Schaden" zieht. Hättest Du z.B. kein Problem damit, dass jemand heimlich Bilder von Deinen Kindern am Strand macht und diese ins Netz stellt? Was ist mit dem (heimlichen) Ablichten von Obdachlosen oder Leuten, die gerade Hartz4 beantragen? Ist die Argumentation dann immer, dass sie sich im öffentlichen Raum bewegen und ohnehin gesehen werden können? Gäbe es keine Persönlichkeitsrechte im öffentlichen Raum, entschiede allein der Fotograf, wo diese Grenze ist. Ich glaube nicht, dass dies der richtige Ansatz wäre. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Uwe Richter Geschrieben 26. Februar 2018 Share #62 Geschrieben 26. Februar 2018 Hi, Fotografen erzählen mit ihren Bildern Geschichten vom Leben auf unserem Planeten. Und das Leben der Menschen, die sozialen Räume, das Miteinander und das Gegeneinander gehören dazu. Es ist ein erregendes Abenteuer, die Augen offen zu halten und die Vielfalt des Lebens einzufangen, zu bündeln, zu verdichten, zu ordnen, zu erzählen. Gute Fotografen mit einem echten Anliegen tun das – überall auf der Welt. Im Auftrag, ganz offiziell, für sich selbst, als Künstler oder als Kreative, als Fotoreporter in Krisengebieten, in Zeiten des Umbruchs, aber auch im ganz normalen alltäglichen Leben. Gute Fotografen verstehen es, aus ihren Bildern etwas zu destillieren, was auch anderen Menschen etwas gibt, sie berührt, erstaunt, erschreckt, bewegt oder zum Nachdenken bringt. Das "Schokoschnuten-Bild" stelle ich mir jetzt fröhlich und glücklich vor – und vollkommen harmlos. Welche Grenze wird da überschritten? Ich hätte auch nichts dagegen, wenn mich ein Kollege hier aus dem Forum mit einer glücklichen Erdbeerschnute treffend fotografiert. Ich glaube nicht daran, dass Fotos die Seele des Fotografierten beschädigt – viel eher können sie etwas Beseelendes sichtbar machen. Wenn Fotografen dieses Abenteuer nicht immer wieder gewagt hätten und in ihren Bildern, Ausstellungen, Reportagen oder Büchern gezeigt hätten, wüssten wir viel weniger über die Menschen auf diesem Planeten: über ihre Gefühle, ihre Leiden, ihr Glück, ihre Lebensumstände, ihre Enttäuschungen und ihre Hoffnungen. Ich bin mir sicher, dass Fotografen immer wieder diese Themen suchen und neue spannende Geschichten fotografieren werden. Und das ist gut. VG Christian Das wäre für einen verteidigenden Anwalt doch ein schönes Muster-Plädoyer Aber ob das die Menschen am Richtertisch überzeugen könnte? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
AS-X Geschrieben 26. Februar 2018 Share #63 Geschrieben 26. Februar 2018 ..... Ganz am Rande. Ich bin weder Gutmensch noch Hobby-Jurist. Eher das Gegenteil. .... Bringt die Diskussion vielleicht nicht weiter, aber ich möchte es dennoch kommentieren. Selbst ohne Bild (wobei das in deinem Fall nicht stimmen würde, da wir ja schon Selbstportraits von dir bewundern durften) machen wir uns ja alle ein mehr oder weniger stimmiges „Bild“ von einander. Durch die Art der Bild- oder Textbeiträge natürlich in unterschiedlicher Nähe und wohlmöglich auch anders als in der realen Welt. Ich stelle mir gerade das Gegenteil vom Hobbyjuristen-Gutmenschen vor [emoji6] (ist natürlich Auslegungssache). Nein lieber Kleinfriese, passt nicht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
DeLuX Geschrieben 26. Februar 2018 Share #64 Geschrieben 26. Februar 2018 Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Geh in die Öffentlichkeit und Du bist eine öffentliche Person. Steckt ja in beiden Worten „öffentlich“ drin, ist doch logo Alter? Sorry, aber ich habe bewusst nicht von einer "Person des öffentlichen Lebens" gesprochen sonder von "öffentlicher Person". Was ist daran falsch? Wer sich in den öffentlichen Raum begibt, macht sich öffentlich. So ist das nun einmal. Er muss damit rechnen, dass man ihn wahrnimmt. Ganz gleich auf welche Weise. Es kümmert ihn auch nicht, ob er womöglich besonders auffällt (z.B. durch seine Kleidung oder sein Verhalten), evtl. sogar negativ und er überlegt nicht, wie viele Menschen ihn sehen. Wenn er im Cafè in der Nase popelt ist es ihm offenbar egal, dass ihn Viele dabei beobachten könnten, wenn ihn aber jemand beim Ümrühren seines Cappuccinos oder beim Lesen der Zeitung fotografiert, dann zerrt er ihn vor den Kadi. Ich glaub, es besteht Einigkeit darüber, dass man als Fotograf niemals einen Menschen in herabwürdigender Weise fotografiert. Das ist eine Frage des Respekts und der Empathie. Soll man aber deshalb das Leben nicht mehr fotografieren dürfen? Sollen wir nur noch leblose Dinge im Bild festhalten oder Tiere und Pflanzen? Was für eine armselige Bilderwelt, in der der Mensch nicht mehr vorkommen darf. @chironer: Glaubst du wirklich, die Straßenfotografen, die du abwertend als Möchtegern-HCB;s bezeichnest, fotografieren für Ruhm und Ehre? Könnte es nicht sein, dass sie ein ernsthaftes Interesse am öffentlichen Leben haben, das sie für wichtig genug erachten, es im Bild festzuhalten? Ich frage mich, woher diese geradezu paranoide Angst kommt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
MEPE Geschrieben 26. Februar 2018 Share #65 Geschrieben 26. Februar 2018 Siehe oben: Wo ist die Grenze, was ist herabwürdigend? Einen gerade geschassten Abteilungsleiter im Foyer des Jobcenters abzulichten und das Foto zu posten? Nackte spielende Kinder am Strand? Jemand, der gerade ein Bordell betritt? (keiner davon popelt gerade... ) Alles eigentlich alltägliche Situationen, die nicht herabwürdigend sind, dennoch wollen die Personen evtl. nicht im Internet erscheinen bzw. die Eltern der Kinder haben etwas dagegen. Meiner Meinung nach macht man sich durch das Betreten öffentlichen Raumes nicht automtisch zu Freiwild und muss es der Entscheidung des Fotografen überlassen, was gepostet wird. Nicht falsch verstehen: Ich mag Streetfotografie, schaue sehr gern Eure Bilder an, weil Ihr die Grenzen des Anstands und des guten Geschmacks achtet, aber wie soll man im Zweifel juristisch diejenigen belangen, die das nicht tun? Wo soll eine Grenze sein, bei der das veröffentlichen von Bildern nicht mehr ok ist, wenn es per se keine Rechte am Bild für Personen im öffentlichen Raum mehr gibt? Ja, wo kein Kläger, da kein Richter, dieser Grundsatz gilt und ermöglicht glücklicherweise tolle Streefotos, ohne dass die Fotografen belangt werden. Eine sehr ambivalente Geschichte... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast 22944 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #66 Geschrieben 26. Februar 2018 Hallo Solange hier nur der gegenseitige Egoismus abgewogen wird , werden wir nicht weiter kommen . Und ein berechtigtes Intresse , halte im für relativ . Ein nacktes Kind zu fotografieren ist nicht schlechtes , sicher kann was schlechtes daraus entstehen . Ein Auto zu bauen ist nichts schlechtes , aber hier kommt es auch zu schlechten . Das gleiche bei einen Messer . Warum nehmen wir eines Billiggent in Kauf, während wir das andere bekämpfen . Richtig , wegen den eigenen Vorteil. Gruß Oli Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #67 Geschrieben 26. Februar 2018 Ich frage mich, woher diese geradezu paranoide Angst kommt. Also nochmal. Meine "Paranoia" soll ich zurückstellen, damit Hobbyknipser auf meine Kosten ihrer Obsession nachgehen können? Und auch nochmal: Ich weiß nicht was mit den Fotos wo passiert! Extra für dich: Ich habe kein Problem mit Überwachungskameras, weil sie präventiv und bei der Aufklärung von Handlungszusammenhängen helfend wirken. Nicht ich kann mich schützen, dafür ist der Staat mit seinen Institutionen da. Er handelt damit sogar in meinem Auftrag. Hobby vs Auftrag. Finde den Unterschied. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Soleil Geschrieben 26. Februar 2018 Share #68 Geschrieben 26. Februar 2018 Ganz grundsätzlich stolpere ich in vielen Diskussionen über die Begriffe Opfer-Täter Die Schwachen - die Starken Egoismus als Negativum Diese Art von festgeschriebener Einteilung halte ich für falsch, vor allem dann, wenn die Opfer und die sogenannten Schwachen in ihren Rollen verharren. Ohne Egoismus wären wir nicht überlebensfähig und ich kann nicht verstehen, dass jemand behauptet, das Gegenüber sei egoistisch und ihn versucht durch diese Betitelung abzuwerten. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Uwe Richter Geschrieben 26. Februar 2018 Share #69 Geschrieben 26. Februar 2018 Also nochmal. Meine "Paranoia" soll ich zurückstellen, damit Hobbyknipser auf meine Kosten ihrer Obsession nachgehen können? Und auch nochmal: Ich weiß nicht was mit den Fotos wo passiert! Extra für dich: Ich habe kein Problem mit Überwachungskameras, weil sie präventiv und bei der Aufklärung von Handlungszusammenhängen helfend wirken. Nicht ich kann mich schützen, dafür ist der Staat mit seinen Institutionen da. Er handelt damit sogar in meinem Auftrag. Hobby vs Auftrag. Finde den Unterschied. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Hm. Der Fotograf, der beauftragt wird, das Leben auf der Straße zu fotografieren (von wem auch immer), dürfte? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #70 Geschrieben 26. Februar 2018 Hm. Der Fotograf, der beauftragt wird, das Leben auf der Straße zu fotografieren (von wem auch immer), dürfte? Es wäre eine komplett andere Ausgangssituation. Wer? Zweck? Der Staat handelt in meinem unmittelbaren Interesse. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rica Geschrieben 26. Februar 2018 Share #71 Geschrieben 26. Februar 2018 Also nochmal. Meine "Paranoia" soll ich zurückstellen, damit Hobbyknipser auf meine Kosten ihrer Obsession nachgehen können? Und auch nochmal: Ich weiß nicht was mit den Fotos wo passiert! Extra für dich: Ich habe kein Problem mit Überwachungskameras, weil sie präventiv und bei der Aufklärung von Handlungszusammenhängen helfend wirken. Nicht ich kann mich schützen, dafür ist der Staat mit seinen Institutionen da. Er handelt damit sogar in meinem Auftrag. Hobby vs Auftrag. Finde den Unterschied. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Ich bewundere dich für dein Vertrauen Diese Auftraggeber zur Überwachung machen mir irgendwie Angst. Was ist deine Angst, was die Hobbyfotografen mit eventuellen Bildern von dir anstellen? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
ALPHA Geschrieben 26. Februar 2018 Share #72 Geschrieben 26. Februar 2018 ..., ob man hier nicht nüchtern betrachtet überreagiert hat? Oder warum ich nicht den Mann gefragt habe warum er das tun wollte? ... Weil es mir persönlich egal ist, warum er das will. Ich entscheide, wann, wo und von wem ich und meine Familie fotografiert werden. Die Entscheidung darüber obliegt nicht irgendeinem Hobbyknipser, der - warum auch immer - meint, er dürfe das. Im übrigen gibt es so etwas wie Respekt. Dessen sollte sich auch der Hobby-HCB oder Eggelston bewusst sein, der meint, zu seiner persönlichen Erbauung "everyday life" fotografieren zu müssen. "Überreagiert" hätte ich vielleicht, wenn ich dem Fotografen seine Kamera entrissen und zerschlagen hätte - womöglich noch auf seinem Kopf. Solange ich ihn nur höflich bitte, das zu unterlassen, habe ich nicht überreagiert. Erst wenn er sich uneinsichtig gegenüber meinem Begehr zeigt, würde ich deutlicher werden müssen. ... Ich spreche jetzt von unserer Hobbyknipserei. Ein Schaden entsteht doch erst, wenn irgendjemand dadurch Nachteile erleidet. ... Welchen Nachteil erleide ich als Hobbyknipser, wenn ich andere Menschen, die mich nicht darum gebeten haben, sie zu fotografieren, einfach nicht fotografiere? Thomas Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Soleil Geschrieben 26. Februar 2018 Share #73 Geschrieben 26. Februar 2018 Eigenartig, dass der Photograph, wenn es um das Recht auf das Bild geht so schnell den Titel Hobbyknipser bekommt. Bei diesem Thema muss man doch eigentlich, den Menschen, der photographiert, weil er ein Künstler ist, weil er das als Hobby betreibt oder weil er ein Berufsphotograph ist nicht wirklich unterscheiden und von vornherein wertend herabsetzen. Es geht doch darum, ob man ungefragt photographiert, bzw. ob das Photo dann veröffentlicht wird. Das betrifft alle Photographen gleichermaßen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Crischi74 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #74 Geschrieben 26. Februar 2018 Naja, es liegt auch gerade im Trend, dass Eltern völlig irrational austicken, wenn es ums Kind geht. Hat selten im Interesse des Kindes und mit sachlichen Gründen zu tun. Oft sind es reine Machtdemonstrationen zur eigenen Erbauung. Es wird ja dann gleich weiter erzählt, dass „sowas ja gar nicht geht!“ und wie man den potentiellen Kinderschänder in die Schranken verwiesen hat. Das geschieht zum kleinen Teil durch instinktives Beschützerverhalten, zum großen Teil aber beeinflusst durch die Angstmacherei der Medien. In unserer Gesellschaft kann man solche Themen nur noch mit Ärzten und Wissenschaftlern sachlich diskutieren. Die anderen sind gleich beim „Eier abschneiden“ und „vergasen“. Das ist das was ich sehe, grad hier in den Eigenheimsiedlungen, mit gewissem Wohlstand. Da wird dem Lehrer mit dem Rechtsanwalt gedroht, wenn er schlechte Noten verteilt und wehe dem man packt das fremde Kind am Arm wenn es grad dabei ist sein Auto zu zerkratzen. ... Das ist die Paranoia in der Gesellschaft. Gruß Christian ◟(◔ั₀◔ั )◞ happy wife, happy life. https://www.instagram.com/chrischi74/ Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Ronny1976 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #75 Geschrieben 26. Februar 2018 Also nochmal. Meine "Paranoia" soll ich zurückstellen, damit Hobbyknipser auf meine Kosten ihrer Obsession nachgehen können? Und auch nochmal: Ich weiß nicht was mit den Fotos wo passiert! Extra für dich: Ich habe kein Problem mit Überwachungskameras, weil sie präventiv und bei der Aufklärung von Handlungszusammenhängen helfend wirken. Nicht ich kann mich schützen, dafür ist der Staat mit seinen Institutionen da. Er handelt damit sogar in meinem Auftrag. Hobby vs Auftrag. Finde den Unterschied. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech Wenn Du Dich auf öffentlichem, sprich von der Gemeinschaft finanziertem, Grund bewegst - ja, dann solltest Du Deine eigenen Befindlichkeiten zurückstellen. Auf den von Dir finanziertem Gelände - nein, dort bist Du der, der bestimmt. So einfach sehe ich das - diese Sichtweise hilft auch in vielen anderen Belangen weiter. Z.B. auch auf der linken Spur der Autobahn... Mal anders gefragt: Welchen Hobbys gehst Du (außer der Fotografie) nach? Fährst Du Motorrad und belästigst damit (Lärm und Abgase) andere? Fährst Du mit dem Fahrrad durch den Wald und verscheuchst das Wild (gerade jetzt im Winter sehr kräftezehrend!) Kletterst Du gern und störst die empfindliche Bergwelt? Spielst Du Schlagzeug zur Freude Deiner Nachbarn? Oder, oder... Wenn Du natürlich nur Skat im eigenen Wohnzimmer spielst oder Ölgemälde im eigenen Atelier malst, darfst Du gern den ersten Stein werfen. Bleib Doch einfach mal realistisch, sieh auch die Hobbies anderer als statthaft an - und schaffe Dein Smartfon ab! Wenn Du schon um Deine Privatsphäre besorgt bist, sei wenigstens konsequent. PS: Ich bade gern, als Ossis auch FKK - wenn dort einer fotografiert: Soll er doch! Er wird schon sehen, was er sich damit antut :-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Dein Support für das Forum (Info) Hat dir das Forum geholfen? So kannst du das Forum unterstützen! Premium Mitglied werden | Spenden | Bei Amazon* oder eBay* kaufen Software: Topaz* | DxO Nik Collection* | Skylum Luminar* (–10€ mit Gutschein FXF) | * Affiliate Links
Empfohlene Beiträge
Archiviert
Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.