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Nach meinen beiden Fotoreisen auf die Färöer hatte ich mir in den Kopf gesetzt, ein Fotobuch zu machen, das etwas mehr als ein schönes Erinnerungsobjekt sein sollte.

Erste Versuche über namhafte Fotobuch-Anbieter im Netz hatten ein durchaus ordentliches Ergebnis hervorgebracht, das mittlerweile auch schon 4 glückliche Abnehmer gefunden hat, mich konnte es aber in Punkto Papierauswahl nicht wirklich zufriedenstellen.

Der Rat eines geschätzten Foristen ( @Harlem  ) , hat mich davon überzeugt, dass nur ein echter Print auf dem Material meiner Wahl (Hahnemühle Photo Rag) letztendlich auch meinem Anspruch gerecht werden kann. In der Konsequenz hieß das für mich, eine Möglichkeit zu finden, aus den bedruckten Einzelseiten ein Fotobuch komplett selbst herzustellen. Die Drucke musste ich mangels eigenem Drucker anfertigen lassen, den Rest wollte ich selbst bewältigen. Für Interessierte möchte ich hier gerne meine Vorgehensweise grob beschreiben und bebildern.

Am Anfang stand die Entscheidung, welcher Art und Beschaffenheit mein Buch sein sollte. Hier hatte ich mit meiner Ausbildung in einer Druckerei durchaus noch Vorteile, da die Handwerksbuchbinderei mir schon immer am Herzen lag.

Ich hatte mich dazu entschieden Doppelseiten anzulegen, die mithilfe einer Fadenheftung eine haltbare und stabile Einheit bilden sollten. Um die mir wichtige Wertigkeit zu unterstreichen, musste es ein außerdem ein lederbezogener Hardcover werden. Bei der Gestaltung wollte ich ein reines Fotobuch, ohne viel Text und graphischer Gestaltung. Und möglichst groß sollte es werden.

Hier ein erster Testdruck einer in Photoshop angelegten Doppelseite im Format 83 x 31cm für je 1 Foto 30x40cm je Seite mit 1cm Rand bis zur Blattkante:

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In der Mitte gefalzt und für die spätere Fadenheftung an definierten Stellen mit einer Ahle mit Löchern versehen, sieht das dann so aus:

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Hier sieht man recht gut, dass das Papier aus einem Baumwollkarton mit einer wunderbaren pudrig-matten Oberfläche sehr natürlich und wertig wirkt

 

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Dann kamen die Näharbeiten mit Nadel und Faden (gewachster reißfester Zwirn), vor denen ich zuerst noch ein bisschen Bammel hatte und mich in alten Fachbüchern schmökern ließ. Da fiel mir auf, dass ich mir noch eine Heftlade und eine Buchpresse bauen musste.

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Ja, viel Arbeit. Aber vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt (und ein paar Pflaster waren auch notwendig...)

Hier die miteinander vernähten Lagen mit den drei eingenähten Heftbändern, die später den Buchblock mit dem Einband fest verbinden. Man muss sehr akkurat arbeiten, wenn es nachher halbwegs gut aussehen soll

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Hier sieht man es etwas besser.

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Der Buchblock wurde übrigens mit 25 Doppelblatt + Vorsatz- und Nachsatzpapier 32mm stark. Daran musste ich dann den Umschlag anpassen.

 

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Auch die Kopfbänder, die zur Verzierung des Bundes oben und unten dienen, habe ich mir selbst erstellt:

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Ein Lederstreifen um ein Stück Paketkordel geklebt und später als einen mit der Breite des Blockes geschnittenen Streifen angeklebt. Ich habe mit ein paar verschiedenfarbigen Lederresten experimentiert. Am Ende wurde es ein Mittelbraun. Das schwarze Kopfband habe ich dann nicht verwendet.

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Der fertig gerundete und abgeleimte Rücken mit bereits angeklebtem Kopfband und Lesezeichenbändchen

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Endlich ging es an den Einband. Am Ende wurde es eine zweifarbige Lösung in dunkelbraun und Ocker mit Intarsien (vorne ein schmaler Streifen, hinten die beiden Ecken jeweils in Ocker)

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bearbeitet von (s)printen
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Toll. Mich wundert ein wenig, warum Du die Bilder so eng einpasst. Nur jeweils rechts eine Fotografie mit etwas mehr (oder auch mal keinem) Rand würde vielleicht grosszügiger wirken. Weiter viel Erfolg und Spass. lars

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vor 6 Stunden schrieb LarsH:

Toll. Mich wundert ein wenig, warum Du die Bilder so eng einpasst. Nur jeweils rechts eine Fotografie mit etwas mehr (oder auch mal keinem) Rand würde vielleicht grosszügiger wirken. Weiter viel Erfolg und Spass. lars

Danke. Dazu muss ich sagen, dass ich ähnliches bei dem Buch umgesetzt hatte, das ich hatte drucken lassen. Manche Seiten mit mehreren kleinen Fotos im Wechsel mit Einzelfotos auf Seitengröße. Das wollte ich hier bewusst nicht, da ich pro Seite nur 1 Foto im Format 30x40cm zeigen wollte. Ich finde, dass die Fotos so besser wirken. Ist aber Geschmacksache, ich weiß.

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"Kunst ist schön, macht aber Arbeit" - definierte wahrscheinlich Karl Valentin den Begriff Kunst. Wobei dein Handwerk in dieser exemplarischen Ausführung seine ästhetische Wirkung nicht verfehlt. Kurz - sehr schön! - oder mit Kurt Schwitters formuliert: "Denn die Kunst ist nicht anderes als (gelungene) Gestaltung mit beliebigem Material".

bearbeitet von digan78_reloaded
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Sehr schön!

ein kleiner Tipp: ich drucke zwar nicht selber, aber bei den besseren professionellen Lösungen von Fotobüchern kommen solche Deucke auf Fine Art Papier mit Seperatoren daher, da gerade dunkle Stellen anfangs sonst auf die Gegenseite abfärben können. Nachdem du viel Zeit und Arbeit investiert hast, könnte dass gerade am Anfang sinnvoll sein

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vor 59 Minuten schrieb digan78_reloaded:

"Kunst ist schön, macht aber Arbeit" - definierte wahrscheinlich Karl Valentin den Begriff Kunst. Wobei dein Handwerk in dieser exemplarischen Ausführung seine ästhetische Wirkung nicht verfehlt. Kurz - sehr schön! - oder mit Kurt Schwitters formuliert: "Denn die Kunst ist nicht anderes als (gelungene) Gestaltung mit beliebigem Material".

Kunst kommt halt von Können, und nicht von Wollen. Sonst hieße es ja Wunst.

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vor einer Stunde schrieb Harlem:

Kunst kommt halt von Können, und nicht von Wollen. Sonst hieße es ja Wunst.

Ich habe auch noch einen:

Machen ist wie Wollen, nur krasser.

Ich habs unbedingt gewollt und halt mal versucht.

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vor 33 Minuten schrieb (s)printen:

Ich habe auch noch einen:

Machen ist wie Wollen, nur krasser.

Ich habs unbedingt gewollt und halt mal versucht.

Respekt vor deiner Arbeit!

Und: Kunst kommt von kennen, nicht von können.

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