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Im Ernst: Ich halte nichts von diesem „Retro“-Begriff, weil er m.E. in die Irre führt bzw. eine 90er Jahre-Technik verteidigen soll. Fuji ist ja schließlich nicht nur bei Opis und Nostalgikern erfolgreich, sondern ganz besonders bei den Jungen, Gen Z und Y. 
Als Vater von drei Gen Z Kindern möchte ich berichten: Es geht nicht um Nostalgie, sondern um Authentizität, Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und vor allem darum, Kontrolle über den Prozess und das Resultat zu erlangen. Die haben einfach die Schnauze voll von den künstlich-„perfekten“ letztlich animierten Iphone -Bildern und wollen das ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Analog ist natürlich noch viel cooler, aber sehr teuer und unpraktisch und in diese Lücke stößt Fuji mit Knöpfen, auf denen steht, was sie bewirken.

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Ok, #374 scheint nur Gelächter auszulösen bei @Rico Pfirstinger. Auch eine Antwort. 

Ich bleibe bei meiner Analyse: Konsequente Retro-Bedienung ist im vor allem im deutschsprachigen Raum leichter verstehbar und logischer als der umständlichere Weg über PASM und der Herleitung was denn nun A und S wirklich bedeuten.

Leica M macht das natürlich nochmal konsequenter als Fujifilm bei der X100 und verzichtet auf Rändelräder. Aber die X100VI kann man mit den Rädchen halt auch anders bedienen, ist von daher flexibler, wer’s mag. Das Ganze hat im Übrigen überhaupt nichts zu tun mit den Freiheitsgraden der Programmierung. Die sind natürlich um so günstiger, um so weniger dedizierte Räder es gibt. Und dafür gibt’s ja entsprechende Kameras im Programm.

 

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vor 4 Minuten schrieb XFujigraf:

m Ernst: Ich halte nichts von diesem „Retro“-Begriff, weil er m.E. in die Irre führt bzw. eine 90er Jahre-Technik verteidigen soll. Fuji ist ja schließlich nicht nur bei Opis und Nostalgikern erfolgreich, sondern ganz besonders bei den Jungen, Gen Z und Y. 

Retro verteidigt gar nichts, sondern beschreibt bei Fuji eine Bedienweise, wie sie vor 1990 (bzw. noch deutlich früher) bei vielen Kameras verbreitet war. Und Sachen aus den 80ern und davor sind derzeit generell wieder im Trend bei jungen Leuten, etwa Vinyl, Plattenspieler, Analogfilm... Das ist ja das Tolle, sonst gäbe es die X100VI in dieser Form womöglich gar nicht.

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vor 12 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Retro verteidigt gar nichts, sondern beschreibt bei Fuji eine Bedienweise, wie sie vor 1990 (bzw. noch deutlich früher) bei vielen Kameras verbreitet war. Und Sachen aus den 80ern und davor sind derzeit generell wieder im Trend bei jungen Leuten, etwa Vinyl, Plattenspieler, Analogfilm... Das ist ja das Tolle, sonst gäbe es die X100VI in dieser Form womöglich gar nicht.

„Retro“ suggeriert natürlich „Rückwärtsgewandheit“ - mit allem, was damit einhergeht. Aber das ist hier m.E. nicht der Fall. Es geht um eine logische, nachvollziehbare Bedienung ohne Auswendiglernen - sprich: eine intuitive Bedienung.

bearbeitet von XFujigraf
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vor 12 Minuten schrieb XFujigraf:

„Retro“ suggeriert natürlich „Rückwärtsgewandheit“ - mit allem, was damit einhergeht.

Für dich vielleicht, aber das kann man wohl nicht verallgemeinern. Für mich steht es zum Beispiel eher für stilvoll und schick, Sachen zum gerne Anfassen. Was Gen Z Vertreter darin sehen, mag wieder anders sein, vermutlich ist es dort auch oftmals einfach cool und angesagt. So wie auch Instax, was ja auch total retro ist (Sofortbild!). Wird schon jeder für sich selber wissen, was ihm an den Retro-Modellen besonders fasziniert, gefällt, anzieht. 🤷‍♂️

Intuitiv sind Fuji-Kameras nicht wirklich, am wenigsten die Retro-Modelle. Das liegt an der Komplexität der Konfiguration. Zahllose Funktionen und jede Menge UI-Optionen, um es möglichst jedem irgendwie recht zu machen. Die X100 war da deutlich unkomplexer, aber es kamen dann halt immer mehr Beschwerden und Wünsche, was man da doch noch alles auch anders bedienen können müsste, und so kam eins zum anderen, immer neue Optionen wurden draufgesattelt.

Allein der Blendenring ist ja schon problematisch, denn der gehört ja bei den Wechselobjektiven nicht zur Kamera, sondern sitzt auf dem Objektiv. Da hat man dann also ein "Retro"-Objektiv an einer PASM-Kamera, das schafft bereits Probleme und bedarf zusätzlicher Konfiguration im Kameramenü. Dann gibt es noch Objektive mit unbeschriftetem Blendenring, auch dafür gibt es wiederum eigene Konfigurationsmenüs. Und dann noch Objektive ganz ohne Blendenring, für die speziell es erneut eine eigene Menüzeile gibt. Wahnsinnig komplex. Einfach wäre: Kein Objektiv hat einen Blendenring. Simpel und unkompliziert, würde jede Menge schwer verständlicher Menüs einsparen, weniger Konfiguration erfordern und alle Kameras des Systems würden gleich funktionieren. 

Was das tägliche Fotografieren angeht, kommt es wohl ganz auf den persönlichen Geschmack und die Vorlieben an. Wenn man die Kameras einmal so eingestellt hat, wie es am besten für einen selber passt, kommt man meiner Erfahrung nach mit beiden UI-Konzepten ganz gut klar. 

 

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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vor 3 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Intuitiv sind Fuji-Kameras nicht wirklich, am wenigsten die Retro-Modelle.

Man muss die Komplexität ja nicht nutzen. Dann bleibt es intuitiv. 

vor 5 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Allein der Blendenring ist ja schon problematisch, denn der gehört ja bei den Wechselobjektiven nicht zur Kamera, sondern sitzt auf dem Objektiv. Da hat man dann also ein "Retro"-Objektiv an einer PASM-Kamera, das schafft bereits Probleme und bedarf zusätzlicher Konfiguration im Kameramenü.

Wir reden hier von der X100VI. Aber auch bei meiner H2s musste ich komischerweise nichts umstellen, um meine Objektive mit Blendenring zu nutzen.

vor 7 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Einfach wäre: Kein Objektiv hat einen Blendenring.

Nö, einfacher wäre: Jedes Objektiv hat einen Blendenring. Für sog. Retrokameras natürlich Pflicht, und für andere auch kein Problem.

Die vorhandene Komplexität kann man ja ganz einfach reduzieren und die Kamera einmal so einstellen, dass es für die eigenen Bedürfnisse passt. Sei es Retro oder Hybrid.

 

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Danke Euch für die Erklärung zur Blenden-A-Stellung.

Das war mir nicht bewusst. Allerdings kann ich mich nicht entsinnen die Blende jemals auf A gestellt zu haben. Meine Objektive haben alle einen Blendenring und Automatik-Blende nutze ich nicht. Daher ist mir das noch nie aufgefallen. Bei mir geht, wenn Automatik, alles über Zeit- und oder ISO-Automatik. Manche würden auch Blendenprio dazu sagen.

Rico hat schon recht, einfacher ist es nicht geworden. In der letzten Konsequenz kommt man, wenn man immer weiter vereinfacht, wieder beim Smartphone raus.

Die Kunst ist es eben eine Kamera mit vielen Features auszustatten und sie personalisieren zu können ohne dass es komplex wirkt.
Ob das eine Kameraherstellen wirklich hin bekommt, keine Ahnung. Dafür wechsle ich zu wenig die Systeme. Fuji hat das zumindest teilweise damit versucht, dass wenn man einmal alles für sich konfiguriert hat, dass man dann sich nicht mehr laufend um die Details kümmern muss.

Was Fuji, zumindest im deutschsprachigen, aus meiner Sicht nicht gut hin bekommen hat ist die Bedienungsanleitung. Ehrlich gesagt rätsle ich bei vielen Punkten was man mir damit sagen will. Gut ich bin jetzt schon sehr lange im Fuji-System, so dass ich das meiste verstehe. Aber von selbsterklärend kann man da schon lange nicht mehr reden. Zum Glück haben wir dafür ja unseren lieben Rico der so schöne Bücher mit Tipps schreibt. Die haben mir anfangs sehr weiter geholfen und ich kann sie auch nur jedem empfehlen der ernsthaft in die Fuji-Welt einsteigt.

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vor einer Stunde schrieb Tommy43:

Nö, einfacher wäre: Jedes Objektiv hat einen Blendenring.

Fujifilm macht es aber nicht einfacher, sondern das genaue Gegenteil: Sogar dem GFX-System wurde nach Jahren ein einzelnes Objektiv OHNE Blendenring spendiert. Und dann kamen die beiden T/S-Objektive ebenfalls ohne Blendenring hinzu. Selbst hier also eine Zunahme der Komplexität. Dabei hätte man das GFX-System durchaus aus einem Guss erstellen können. Stattdessen ein Wechsel zwischen retro und modern bei den Bodys und den Objektiven mit und ohne Blendenring. Und mit einer zusätzlichen C-Position am Ring, die das noch komplexere Menü-Pendant in der X-Serie ersetzt. 

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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vor 26 Minuten schrieb Fuji-XXL:

Aber von selbsterklärend kann man da schon lange nicht mehr reden.

Ich weiß bis heute nicht, was einige dt. Menüpunkte in voller Länge bedeuten sollen. Auf Englisch ist es aber meistens recht schnell klar.

Intuitiv ist also was anderes – mein iPhone ist zum Beispiel intuitiv, mit dem komme ich seit dem ersten Modell ohne Handbuch bestens klar. Ich wusste jahrelang gar nicht, dass es dafür überhaupt ein Handbuch gibt. 🥳

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vor 9 Stunden schrieb Tommy43:

Man muss die Komplexität ja nicht nutzen. Dann bleibt es intuitiv. 

Nein. Die Komplexität ist da und erschwert die Nutzung, da viele User die Einstellungen nicht immer durchschauen. Sieht man an den Problemen im Forum und in meinen Büchern und Artikeln und Posts, wo ich diese Probleme lösen und Zusammenhänge und Hintergründe erklären muss. Das müsste ich alles nicht, wenn das Ganze nicht so komplex wäre.

Beispiel: User will Zeitautomatik einstellen. Also etwas sehr Einfaches, Häufiges, Grundlegendes. 

Logik Fuji PASM-Kamera: Stelle Modusrad auf A

Logik Fuji Retro-Kamera: (Stelle eine Blende am Blendenring ein UND das Zeitenrad auf A) ODER ([Stelle den Blendenring auf A UND das Zeitenrad auf A] UND [Konfiguiere A im Tasten/Rad-Menü zuvor als BEFEHL UND Stelle eine Blende am Einstellrad ein])

Bei der PASM-Kamera ist es mit Modusrad auf A sogar egal, wenn und ob auch der Blendenring zufällig auf A steht oder nicht. Denn in jedem Fall kann man die Blende stets sofort und direkt entweder am Ring oder mit dem Einstellrad verstellen. Die Kamera schaltet von alleine um. DAS ist logisch, klar, intuitiv. Und zusätzlich kann man dadurch den Belichtungsmodus, ISO, Blende, Verschlusszeit und Belichtungskorrektur sowie den DRIVE-Modus in den C-Settings abspeichern, sodass die C-Sets relativ komplett sind und dadurch gut an eine bestimmte Aufgabe angepasst werden können.

Bei der Retro-Logik einer X100VI kann die Objektivposition A hingegen nicht nur die Blendenautomatik oder Programmautomatik aktivieren, sondern bei entsprechender Konfiguration ggf. auch die Zeitautomatik und sogar den manuellen Belichtungsmodus. Mit der Position A am Blendenring kann man tatsächlich also alle vier Belichtungsmodi nutzen, inkl. der Misomatik sogar alle fünf – je nachdem, was sonst noch im Menü versteckt konfiguriert wurde und auf welcher Position das entsprechende unbeschriftete(!) Einstellrad gerade steht. Bei der PASM-Kamera ist das unmöglich, da bedeutet A ausnahmslos Zeitautomatik und nichts anderes. Vermeidet Konfusion und Fehler. Und dass solche Fehler häufiger passieren und dass Konfusion auftritt, ist evident, wenn man die Foren und Social Media scannt.

 

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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vor 26 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Beispiel: User will Zeitautomatik einstellen. Also etwas sehr Einfaches, Häufiges, Grundlegendes. 

Logik Fuji PASM-Kamera: Stelle Modusrad auf A

Logik Fuji Retro-Kamera: (Stelle eine Blende am Blendenring ein UND das Zeitenrad auf A) ODER ((Stelle den Blendenring auf A UND das Zeitenrad auf A) UND (Konfiguiere A im Tasten/Rad-Menü zuvor als BEFEHL UND Stelle eine Blende am Einstellrad ein)

Du hast natürlich vollkommen recht, das sind alle möglichen Einstellmöglichkeiten bei "Retro".
Trotzdem glaube ich, dass es in der Realität einfacher ist.

Zeitautomatik bedeutet ja lediglich, dass die Zeit sich automatisch einstellt und nicht fix vorgegeben ist.
Dafür ist bei "Retro" nur eine Einstellung entscheidend:  Das Zeitenrad auf "A". 

Alle anderen Ergebnisse, die sich aus Kombinationen von Einstellungen ergeben, also ob da eine Misomatik oder was auch immer herauskommt, ist doch egal, es sind alles lediglich bestimmte Auspägungen oder Varianten einer Zeitautomatik. Wenn die Blende auch noch auf "A" steht, könnte man sagen, das ist dann aber der P Modus... trotzdem beinhaltet auch der P-Modus eine Zeitautomatik...

Deshalb sollte man vielleicht durchdenken, ob Zeitautomatik gleichbedeutend ist, wie A=Aperture Priority=Blendenprio, denn sonst redet man ja dauerhaft aneinander vorbei ;) 

Wenn man die Nomenklatur mit "....Prio" verwendet, ist immer klar, dass die beiden anderen Parameter sich automatisch einstellen sollen.

zB => BlendenPrio = A => wird allgemein erwartet: Zeit & ISO stellen sich autom ein
zB => ZeitPrio = T/S => wird allgemein erwartet: Blende & ISO stellen sich autom ein

Wenn man aber die Nomenklatur mit "....Automatik" verwendet, ist im Grunde nicht impliziert, dass sich der andere automatische Parameter, auch automatisch einstellen muss

zB => Zeitautomatik = ? => hier wird lediglich erwähnt wird, was automatisch eingestellt werden soll, aber nicht was Priorität hat bzw. der fixe Paramter ist.

(Natürlich ist mir klar, dass es einen allgemeinen Konsens gibt, was man unter Zeitautomatik erwarten darf, aber vielleicht liegt hier genau das Missverständnis in der aktuellen Diskussion Retro vs PASM)

bearbeitet von Taloan
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vor 9 Minuten schrieb Taloan:

Trotzdem glaube ich, dass es in der Realität einfacher ist.

Naja, das ist eben gar keine Glaubensfrage, das ist die Logik. Die ist für alle gleich. Muss man das alles zuerst verstehen und durchsteigen, um es sich dann selber einfacher machen zu können. Und daran scheitern einfach viele. Vor allem Gelegenheitsnutzer (also jene 95%, die nicht in Foren wie diesem lesen oder posten), die dann in dem Moment, wenn sie die Kamera mal wieder in die Hand nehmen wollen, darüber grübeln, was sie da mal im Menü konfiguriert haben und wie das eigentlich ging oder wie das war oder ist – und wo war jetzt diese Einstellradkonfi gleich wieder, und wie hieß das auf Deutsch, und was bedeutet in diesem Menü eigentlich die Option BEFEHL, ach ja, das ist Englisch für COMMAND DIAL, also eine absurde Übersetzung für EINSTELLRAD. *grübelgrübel*

Na viel Spaß, das ist ja mal wirklich intuitiv. 😅 Ich beschwere mich nicht, bringt mir ab und zu auch ein paar Euros, wenn jemand ein Buch kauft oder eine Session bucht, man hilft ja gerne. Aber für viele User ist das Ganze halt ein Buch mit 7 Siegeln.

So ein User versteht hingegen sehr schnell und intuitiv, dass der Modus A dann aktiv ist, wenn man das PASM-Modusrad auf A stellt. Und dass das dann immer so ist. Ausnahmslos. Keine versteckten Fallen.

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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vor einer Stunde schrieb Rico Pfirstinger:

Bei der Retro-Logik einer X100VI kann die Objektivposition A hingegen nicht nur die Blendenautomatik oder Programmautomatik aktivieren, sondern bei entsprechender Konfiguration ggf. auch die Zeitautomatik und sogar den manuellen Belichtungsmodus. Mit der Position A am Blendenring kann man tatsächlich also alle vier Belichtungsmodi nutzen, inkl. der Misomatik sogar alle fünf – je nachdem, was sonst noch im Menü versteckt konfiguriert wurde und auf welcher Position das entsprechende unbeschriftete(!) Einstellrad gerade steht. Bei der PASM-Kamera ist das unmöglich, da bedeutet A ausnahmslos Zeitautomatik und nichts anderes. Vermeidet Konfusion und Fehler. Und dass solche Fehler häufiger passieren und dass Konfusion auftritt, ist evident, wenn man die Foren und Social Media scannt.

Ja, man kann. Aber man muss nicht. Und per Default stehen die A-Positionen erstmal für Automatik. Wer also nicht im Menü dran rumfuckelt, für den ist das alles nach Auspacken erstmal alles sehr easy.

vor 38 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Naja, das ist eben gar keine Glaubensfrage, das ist die Logik. Die ist für alle gleich. Muss man das alles zuerst verstehen und durchsteigen, um es sich dann selber einfacher machen zu können.

Wieso „dann“? Wenn ich die Finger von Sachen wie „Befehl“ lasse, muss ich es weder nachschlagen noch die unbeschrifteten Räder fürs Belichtungsdreieck nutzen. Die X100VI lässt sich auch ohne Menüstudium per dedizierten Rädern und Schaltern ganz einfach und unkompliziert benutzen. Ganz intuitiv.

Und dann erübrigen sich auch die ganzen Uneindeutigkeiten des PASM-Systems, die @Taloan skizziert hat. Was auf bei Retro auf A ist, ist automatisiert, egal wie man es benennt, was nicht, wird gerade manuell gesteuert. Einfacher geht’s eigentlich nicht. Wysiwig. Ganz ohne Begriffe, die man sich merken muss und die auch noch uneindeutig sind, wenn man die englischen nimmt.

bearbeitet von Tommy43
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vor 1 Minute schrieb Tommy43:

Ja, man kann. Aber man muss nicht. Und per Default stehen die A-Positionen erstmal für Automatik. Wer also nicht im Menü dran rumfuckelt, für den ist das alles nach Auspacken erstmal alles sehr easy.

Ja, und der verliert dann oft schnell die Lust wegen dem unpraktischen, hakeligen Blendenring der X100 und kann sich dann an der Umkonfiguration versuchen. Mit einer PASM-Kamera muss da nichts umkonfiguriert werden, da stellt man den unergonomischen Blendenring einfach auf A und stellt die Blende dann bequem am Einstellrad ein. In der Praxis ist es ja so, dass es manchmal angenehmer ist, die Blende am Objektiv zu verstellen und manchmal an der Kamera.

Hängt oft auch davon ab, welches Objektiv man an einer Systemkamera dran hat, wie man die Kamera hält, ob man aus der Hand oder mit Stativ arbeitet und so weiter. Für die PASM-Leute erfolgt der schnelle Wechsel zwischen Blende am Objektiv und Blende an der Kamera intuitiv, die anderen müssen dafür alles korrekt konfiguriert und vorher verstanden haben. Oder sich damit abfindet, dass einiges nicht geht, obwohl es gehen würde, wenn sie es durchschauen würden.

Hat halt alles seine Licht- und Schattenseiten. 

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vor 18 Minuten schrieb Tommy43:

Wieso „dann“? Wenn ich die Finger von Sachen wie „Befehl“ lasse, muss ich es weder nachschlagen noch die unbeschrifteten Räder fürs Belichtungsdreieck nutzen. Die X100VI lässt sich auch ohne Menüstudium per dedizierten Rädern und Schaltern ganz einfach und unkompliziert benutzen. Ganz intuitiv.

Ja klar, weil ja niemand seine Kamera verstellt oder vergisst, was er verstellt hat und was es bewirkt hat. Allein die Dutzenden von Hilferufen zu den flickerfreien Verschlusszeiten zeigen halt die Realität. Traumwelten und alternative Fakten wie "dann sollen die Leute halt nichts verstellen" sind einfach nur Zeitverschwendung, mit der hier mal wieder mein Wochenende vertrödelt wird. Am besten also die Werkseinstellungen nicht anfassen, etwa den AF schön auf Auslöseprio lassen, DR auf 100, Boost-Modus ignorieren und sich dann wundern, wieso die Bilder aus dem Smartphone hübscher, schärfer, besser sind. 

Mal ganz abgesehen davon, dass man bei ISO und der Zeit und der Belichtungskorrektur auf die Einstellräder angewiesen ist, wenn man die Bandbreite der Werte für diese Parameter überhaupt nutzen will. Spätestens dann wird der Benutzer also anfangen, sich mit der komplexeren Doppellogik der doppelten Interfaces auseinandersetzen zu müssen, wenn er die Möglichkeiten der Kamera auch nur ansatzweise ausschöpfen will. Bei den PASM-Kameras steht die volle Bandbreite von Anfang an immer zur Verfügung: alle Verschlusszeiten in allen Abstufungen (auf einem Rädchen), alle ISO-Werte (von L bis H bis AUTO auf einem einzigen Rad) und auch die vollen ± 5 EV Belichtungskorrektur. Man das alles sogar bequem vorab in einem C-Setting speichern und mit einem Klick als komplettes Set aufrufen, sehr praktisch. Das geht mit den Retro-Modellen prinzipiell nicht und ist auch nicht konsequent umgesetzt. Bei der E5 etc. etwa gilt die Regel "alles was einen beschrifteten Schalter oder eine Skala hat kommt nicht in die C-Settings" nicht für das Filmsimulationsrad und die Filmsimulationen. Also auch hier: neue Komplexität. Wir haben eine Regel, aber sie gilt nicht für dieses und jenes und nur unter bestimmten Bedingungen. Es gibt fast immer Ausnahmen.

Es ist vollkommen aberwitzig, eine in Dutzenden von Aspekten vorhandene zusätzliche Komplexität des UI-Doppelkonzepts abzustreiten. Sie ist einfach da, und sie nervt und verwirrt viele User, die sich das einfacher vorgestellt hatten. Es ist leider nicht so einfach, solle man halt vorher wissen und sich damit auseinandersetzen, dann machen die Retro-Modell sehr viel Spaß und sind ideale Begleiter, gerade bei der Spaß- und Genussfotografie.

bearbeitet von Rico Pfirstinger
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Ich hatte ja selbst die H2s und schätze dort den Ansatz mit den Customsettings. Die Stellung A oder S am Moduswahlrad braucht man dann sogar eigentlich nicht, wenn man C1-C7 anforderungsorientiert programmiert hat 

Bei meiner X100VI muss ich aber gar nicht so schnell sein, ich bin ja nicht auf der Flucht, muss nicht ständig am Rad drehen, wenn ich die Kamera am Auge habe und schätze es, wenn ich einfach sehe, wie sie eingestellt ist, ohne sie anmachen zu müssen. An den schmale Blendenring kann man sich schnell gewöhnen. Ich habe kein Problem damit ihn zu nutzen. Und auch die ISO verstelle ich so selten, dass mich das nicht stört, wenn ich das kombinierte Einstellrad nutzen muss und dafür 3s meines Lebens verschwende. Oder das vielleicht sogar mit Genuss tue.

Und der Blendenring auch an PASM Kameras ist bei mir immer gesetzt. Ich kaufe überhaupt kein Objektiv ohne Blendenring. Es ist sehr bequem, die mit der linken Hand zu steuern.

vor 2 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Es ist vollkommen aberwitzig, eine in Dutzenden von Aspekten vorhandene zusätzliche Komplexität des UI-Doppelkonzepts abzustreiten.

Das bestreitet ja niemand. Das hast Du ganz allein eingebracht, mir geht es überhaupt nicht um diesen Aspekt, hatte ich weiter oben ja auch schon bemerkt. Ich hatte nur PASM vs Retrobedienung verglichen und finde in diesem Vergleich Retro intuitiver.

Ich habe mich nicht mit den Fehlern und Fallen einer möglichen Doppelbedienung auseinandergesetzt. Das ist ja ein ganz anderes Thema. Und nochmal: Out of the Box funktioniert die X100VI ganz easy Retro.

Wegen mir könnte die X100VI natürlich wie eine Leica M ohne Rändelräder gebaut werden und ohne Menükaspereien wie „Befehl“. Ich will ja mit einer retroorientierten Kamera überhaupt nicht ins Menü bzw. so wenig wie möglich. Ganz am Anfang die üblichen Sachen, die per Default Mist sind, umstellen, schauen was ich abspeichern will und viel mehr braucht es ja eigentlich nicht. Meine X100VI bediene ich bzgl. Belichtung sowieso meist manuell ohne irgendein A.

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vor 26 Minuten schrieb Rico Pfirstinger:

Es ist vollkommen aberwitzig, eine in Dutzenden von Aspekten vorhandene zusätzliche Komplexität des UI-Doppelkonzepts abzustreiten. Sie ist einfach da, und sie nervt und verwirrt viele User, die sich das einfacher vorgestellt hatten. Es ist leider nicht so einfach, solle man halt vorher wissen und sich damit auseinandersetzen

Mannomann, bin ich froh, dass ich die "Komplexität des UI-Doppelkonzepts" einfach akzeptiere.😆

Gustav

Gustav

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@Tommy43 Ich denke dein Ansatz von "ich muss ja nicht einstellen" und "kann es einfach nur nutzen" geht an der Realität vorbei.
Ebenso, dass man ja mit einer Genusskamera (so nenne ich mein X100VI Schätzchen) ja viel Zeit hat alles manuell einzustellen. Ja, das mache ich auch bei Gelegenheit. Aber oft auch nicht. Da ist man mit Freunden unterwegs, da möchte man plötzlich schnell was Fotografieren was nur in einem Zeitfenster von ein paar Sekunden möglich ist. Da ist man dann schnell am Ende mit der Retrobedienung. Weiterhin übersieht man auch schnell mal was und bemerkt erst nach dem Foto die "fehlerhafte" Einstellung. Das sind alles Situationen die ich schon oft erlebt habe. Andererseits schätze ich auch die Retro-Bedienung. Einfach weil ICH sie mag.

Es gibt aber auch einen großen Vorteil, der großen Komplexität: Der Vorbesitzer hat die Kamera verkauft, weil sie für ihn dann noch nicht so richtig schnappschusstauglich war für sein kleines Kind. So bin ich glücklich zu dieser Kamera gekommen. 😁

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vor 17 Minuten schrieb Fuji-XXL:

Da ist man mit Freunden unterwegs, da möchte man plötzlich schnell was Fotografieren was nur in einem Zeitfenster von ein paar Sekunden möglich ist. Da ist man dann schnell am Ende mit der Retrobedienung.

Kommt drauf an. Ich nehme die Kamera mit, checke beim Start, ob ich mit BasisISO oder ISO 500 fotografieren kann und stelle das ein. Dann eine schnappschusstaugliche  Blende und Zeit. Und wenn ich mir nicht sicher bin mit Wetter und Lichtbedingungen als Sicherheitsreserve halt ISO auf Automatik. Die Kamera steht eh permanent auf AF-C, Einstellung 2, kleines AF-Feld und Motiverkennung Mensch im Hintergrund. Man muss halt ein bisschen vorausschauend einstellen und nicht erst in der Situation bei Retro. Bei der H2s geht das natürlich mit einem Dreh am Modusrad … wenn man noch im Kopf hat, was C3 oder 4 bedeuten 😉.

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