Mattes Geschrieben 26. Februar 2018 Share #101 Geschrieben 26. Februar 2018 Werbung (verschwindet nach Registrierung) @Ronny ich bin nicht auf facebook Es ist ein Beispiel. Also ICH möchte in keiner dieser Art von Schnappschüssen (auch nicht ungefragt, weil, dann weiß ich das ja nicht) in irgendeiner Form im Internet erscheinen. Und das waren nur auf die Schnelle ein paar Treffer. Ist das jetzt Kunst? [Hervorhebung von mir] Die Bilder gefallen mir überwiegend nicht besonders, ob das Kunst ist, kann ich allerdings nicht beurteilen. Ich hätte die meisten davon nicht gemacht, und bis auf eine Ausnahme nicht gezeigt. Den schlafenden Rentner z. B. finde ich vollkommen harmlos, aber genau das ist eben Ansichtssache. Grüße Matthias Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Anzeige Geschrieben 26. Februar 2018 Geschrieben 26. Februar 2018 Hallo Mattes, schau mal hier Menschen fotografieren - gefragt oder ungefragt oder wie? . Dort wird jeder fündig!
EmHa Geschrieben 26. Februar 2018 Share #102 Geschrieben 26. Februar 2018 Also ICH möchte in keiner dieser Art von Schnappschüssen (auch nicht ungefragt, weil, dann weiß ich das ja nicht) in irgendeiner Form im Internet erscheinen. Warum gestehst Du das anderen nicht auch zu und verlinkst auf diese Bilder und trägst so zu deren Verbreitung bei? Der Grund ist, dass Du Beispiele für nicht kunstvolle Streetbilder zeigen möchtest. Der Streetfotograf wollte die Motive aus einem andern Grund zeigen. Ist dein Grund tatsächlich ehrenwerter, moralisch besser etc.? Du machst genau das, was Du nicht möchtest, das mit deinen Bildern gemacht werden könnte. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Captcha Geschrieben 26. Februar 2018 Share #103 Geschrieben 26. Februar 2018 Ich gestehe euch Recht ein. Es tut mir Leid , dass ich zu profan auf eine mir unangenehm erscheinende Art von "Kunst" hingewiesen habe. Die Links (nicht die Bilder, die sind weiterhin im Street-Faden zu sehen) sind gelöscht. Vielleicht kann ich hier sogar garnicht mitreden, weil es mir selbst zu unangenehm ist, Street zu fotografieren. Da fehlt mir der künstlerische Nerv. Viel Spass noch an fremder Leute Anblick. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Ronny1976 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #104 Geschrieben 26. Februar 2018 @Ronny ich bin nicht auf facebook Es ist ein Beispiel. Ist das jetzt Kunst? Smartfon schon abgeschafft? Auch nur ein Beispiel... Ob das nun Kunst ist, kann auch ich nicht beurteilen, bin ja "nur" Handwerker. Allerdings ist mir bei der schnellen Ansicht auch eines aufgefallen - die meisten Fotos, die "ehrverletzend" sein könnten, zeigen keine Gesichter - und sind somit für mich raus aus der Diskussion. Ich mache auch solche Fotos, schreibe aber meist etwas dazu: www.flickr.com/photos/ronny-1976/37240040120/in/dateposted/ www.flickr.com/photos/ronny-1976/37577620140/in/dateposted/ www.flickr.com/photos/ronny-1976/39818628471/in/dateposted/ www.flickr.com/photos/ronny-1976/38805238612/in/dateposted/ Ich hoffe, dass die so porträtierten unter diesen Umständen kein Problem damit haben. Wenn ICH Menschen ablichte, dann entweder als Verdeutlichung einer Situation (als Beiwerk) oder meine Hochachtung zeigend. Wenn ich etwas karikieren will, dann immer ohne die Person identifizierbar zu machen. Das ist mein Weg - aber selbst das wird durch selbsternannte Moralapostel immer schwieriger. Schade drum... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
christian ahrens Geschrieben 26. Februar 2018 Share #105 Geschrieben 26. Februar 2018 Hi, interessant finde ich, dass viele Äußerungen hier die Perspektive des potenziellen Opfers einnehmen. Als Fotograf finde ich andere Fragen spannender: Was will ich fotografieren? Welche Themen ziehen mich an? Und wie realisiere ich das hochwertig, erfolgreich und mit Anstand? VG Christian Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
hooky69 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #106 Geschrieben 26. Februar 2018 Aus der weiteren Diskussion halte ich mich raus und lese hier auch nicht weiter. Hier wird ein Pädophiler mit einem Fotografen in einem Atemzug genannt. Seid ihr noch ganz bei Trost? Möchte gerade nur meine Wortwahl "Hobbyknipser" erläutern. Hobbyknipser anstelle Fotograf, weil ich verdeutlichen wollte, dass - bis auf vielleicht ganz wenige Ausnahmen - hier nur Fotografen am Werk sind, die ihre Brötchen mit etwas anderem verdienen und aus der Fotografie keinen finanziellen Vorteile ziehen. Ich wollte mit dem Wort Hobbyknipser niemanden herabwürdigen. Ich bitte um Verzeihung! Und um noch auf die Frage an mich kurz einzugehen, ich habe nichts dagegen, wenn jemand meinen Sohn fotografiert. Warum, wieso und weshalb? Nein, diese Antwort bleibe ich schuldig. Die Meinungen zu diesem Thema sind verhärtet, und oft zu konstruiert, gehen für mich bezüglich diesem Thema und an den Bildern, die wir bisher hier zu diesem Thema zu sehen bekommen haben, an der Realität vollkommen vorbei. Klaren Menschenverstand und dementsprechendes angemessenes (Fotografier)Verhalten setze ich dafür natürlich voraus, darüber muss man nicht diskutieren. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #107 Geschrieben 26. Februar 2018 Werbung (verschwindet nach Registrierung) Ich bin Künstler, ich darf: -dich fotografieren -dir Marmelade ins Gesicht schmieren -dir unter den Rock fassen -dir beispielhaft für das Leid der Welt Kratzer oder mehr zufügen... Wo ist wessen Grenze? Komische Welt! Richtig. Komische Welt, in der jemand einfach hergeht, und so den "Künstler" definiert. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #108 Geschrieben 26. Februar 2018 Ist das jetzt Kunst? Wer behauptet das? Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Uwe Richter Geschrieben 26. Februar 2018 Share #109 Geschrieben 26. Februar 2018 Es wäre eine komplett andere Ausgangssituation. Wer? Zweck? Der Staat handelt in meinem unmittelbaren Interesse. Gesendet von meinem Handsprechgerät mit Tapasprech In meinem oftmals nicht. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Crischi74 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #110 Geschrieben 26. Februar 2018 . Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Altglas-Fan Geschrieben 26. Februar 2018 Share #111 Geschrieben 26. Februar 2018 ich verstehe bei der ganzen Diskussion nicht, wo eigentlich der Schaden für die Fotografierten liegt. Ich habe noch keinen Schaden vom fotografiert werden erlitten und ich kenne auch keinen, der jemals dadurch einen Schaden erlitten hat. Ich kenne schon so jemanden, eine liebe Bekannte, die in jungen Jahren vergewaltigt wurde und dabei fotografiert wurde. Da sie eine sehr attraktive, präsente Person ist würde man sich sicher hinreißen lassen, sie in einer öffentlichen Szene fotografieren zu wollen. Und ja, das richtet Schaden bei ihr an. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Tommy43 Geschrieben 26. Februar 2018 Share #112 Geschrieben 26. Februar 2018 Hier geht’s ja richtig ab! Mein persönlicher Senf dazu: Ich möchte nicht, dass Bilder von mir im Internet oder Ausstellungen veröffentlicht werden, wo ich als Person erkennbar und wichtiges Motiv bin und nicht Beiwerk. Über Ausnahmen möchte ich selbst entscheiden, d.h. ich möchte gefragt werden. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass ich mit dem Betreten des öffentlichen Raums mein Recht auf Privatsphäre an der Klinke meiner Haustür abgebe. Ich bin froh, dass der Gesetzgeber das an dieser Stelle ebenso sieht wie ich. Ich halte mich deswegen weder für paranoid noch für asozial gegenüber Fotografen. Ich möchte von diesen auch nicht so genannt werden. Gruß Tommy Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rica Geschrieben 26. Februar 2018 Share #113 Geschrieben 26. Februar 2018 In der Güterabwägung scheint der Horizont ein subjektiver zu sein, wenn man selbst in der Schale sitzt. Die Bereitschaft mit dem Motiv zu reden, wie von Christian geschildert, macht wohl den Unterschied. Eine Arbeitskollegin hat mir heute ein wunderbares Streetbild auf ihrem Handy gezeigt. Sie ist eine herzensgute Menschenliebhaberin, ohne Fotoapparat und nicht forumsgebildet. Ich werde sie mal auf diese Diskussion ansprechen und nach ihrer Meinung fragen, über die Vorbehalte mancher Menschen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Gast Geschrieben 26. Februar 2018 Share #114 Geschrieben 26. Februar 2018 In der Güterabwägung scheint der Horizont ein subjektiver zu sein, wenn man selbst in der Schale sitzt. Die Bereitschaft mit dem Motiv zu reden, wie von Christian geschildert, macht wohl den Unterschied. Eine Arbeitskollegin hat mir heute ein wunderbares Streetbild auf ihrem Handy gezeigt. Sie ist eine herzensgute Menschenliebhaberin, ohne Fotoapparat und nicht forumsgebildet. Ich werde sie mal auf diese Diskussion ansprechen und nach ihrer Meinung fragen, über die Vorbehalte mancher Menschen. ich werf mal in den Ring: wenn es denn nun aber eine Fotografin ist.....ich bin mir sicher die Quote der Zustimmung zu Fotos, ob angefragt oder nicht, würde wesentlich in die Höhe schnellen. Es gäb weniger Bedenken Bin gespannt was Deine Arbeitskollegin meint :-) Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Soleil Geschrieben 26. Februar 2018 Share #115 Geschrieben 26. Februar 2018 Ich frage mich gerade, ob noch alle wissen, um was es in diesem Strang geht? Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass die TO von jedem Einzelnen wissen wollte, ob er sich photographieren lassen möchte. Es ging, so wie ich das verstanden habe, darum, wie die Photographen mit diesem Thema umgehen und nicht, was die Photographierten dazu meinen. Für meine Begriffe krankt das Thema genau an diesem Punkt. Manche Betrachter schaffen es einfach nicht, ein Photo anzusehen, ohne sofort an sich und ihre Ängste zu denken. Sie fragen sich sofort, ob die Erlaubnis zur Photographie erteilt wurde und, wenn sie es dem Photo nicht auf Anhieb ansehen, wie die Sachlage ist, stülpen sie dem Menschen auf dem Bild und dem Photographen die eigene Angst über. Dazu beginnen sie sofort ungefragt, die Photographierten als Opfer einzuordnen und sie zu beschützen, obwohl sie nichteinmal wissen, ob der abgebildete Mensch überhaupt schutzbedürftig ist. Das Photo selbst scheint zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr interessant zu sein. Dazu kommt noch, dass die eigene Idee von dem, was zeigenswert ist und was nicht, gleich mithineinvermischt wird. Wenn der abgebildete eine krumme Haltung einnimmt, keine ebenmässigen Gesichtszüge aufweist, sein Blick ernst ist und nicht schön lächelnd, dann kann es ja gar nicht sein, dass der Abgebildete sich sooo im Netz wiederfinden möchte... usw. Ich hatte mal ein Erlebnis, als ich nur eine Boule-Kugel (!) photographierte und nichteinmal die Menschen drumherum, dass jemand auf mich zugestürzt kam, als wolle er mich umbringen. Ich solle sofort das Photo löschen. Und wenn ich es nicht täte, würde er mich anzeigen. Ich habe ihm das Bild von der Kugel gezeigt... Für mich passiert da etwas, was völlig unverhältnismässig ist - gerade im Zusammenhang mit den vielen Überwachungskameras, die jeden Schritt und Tritt der Bevölkerung aufnehmen, diese Entwicklung ist doch nicht minder beunruhigend - wer weiß mit Sicherheit, was mit diesen Bildern passiert? Um darauf zurückzukommen, dass die TO meinen Thread als Aufhänger für dieses Thema benutzt hatte: Wie kann es eigentlich sein, dass ausgerechnet in einem Thread in dem Menschen im Café abgebildet sind, niemand (?) auf die Idee kommt, dass mich nur ein paar Schritte von der photographierten Person trennen und ich mit Leichtigkeit nach meinem Photo zu der Person gehen kann, das Photo zeigen und mit ihr darüber sprechen. Ganz im Gegensatz zum Streetthread, wo man vielen Bildern ansieht, dass es eines Sprints bedürfte, um die Personen noch zu erreichen. Das Messen mit unterschiedlichem Maß kann ich nicht nachvollziehen. In dubio pro reo! Wieso will man dann unbedingt wissen, ob sich die Photographin die Erlaubnis geholt hat? Was hat man dann davon, wenn sie das im eigenen Sinne positiv oder negativ beantwortet? Statt den Augenblick zu genießen und ein Photo einfach nur zu betrachten. Sehr eigenartig , ausgerechnet in einem Photoforum! Die richtige Antwort auf die Eingangsfrage wäre im Grunde gewesen: Ich frage vorher, nachher, währenddessen, garnicht...photographiere heimlich...usw. Ich gebe diese Antwort deswegen nicht ( ich beziehe mich hier nicht auf die TO ), weil ich nicht sehe, wieso ich jemandem der nicht beteiligt ist und von dem ich spüre, dass die Frage mich in ein Wertungsschema pressen will, über mein Handeln Rechenschaft ablegen soll. Einem anderen Photographen helfen, kann ich mit meiner Antwort auch nicht, denn jeder MUSS für sich selbst entscheiden, was er tut und wie er es tut, was er für richtig oder falsch hält. Das Schema: "meine Kollegen machen das auch alle so", hilft nicht. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
AS-X Geschrieben 26. Februar 2018 Share #116 Geschrieben 26. Februar 2018 ich werf mal in den Ring: wenn es denn nun aber eine Fotografin ist.....ich bin mir sicher die Quote der Zustimmung zu Fotos, ob angefragt oder nicht, würde wesentlich in die Höhe schnellen. Es gäb weniger Bedenken Bin gespannt was Deine Arbeitskollegin meint :-) Ein nicht zu unterschätzender Punkt. Die meisten Negativklischees von Menschen die ungefragt andere fotografieren, sind männlich geprägt. Ich glaube in der Tat, dass weibliche Streeter es hier leichter haben und weniger kämpfen müssen, um ehrbare Intentionen glaubhaft zu machen. Die abgedrehten Beispiele mit Pädophilen etc. weisen schon in die Richtung. Mich wollte man schon fast auf einem Spielplatz verprügeln, weil ich „ungefragt“ mein Kind und meine Neffen fotografiert habe. Aus Sorge oder gesunder Skepsis wird in vielen Fällen paranoider Wahn, das gilt im übrigen auch für diverse Überwachungskameras, auch wenn das genau genommen ein ganz anderes Thema ist. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Tommy43 Geschrieben 27. Februar 2018 Share #117 Geschrieben 27. Februar 2018 Ich frage mich gerade, ob noch alle wissen, um was es in diesem Strang geht? Ich kann mich eigentlich nicht erinnern, dass die TO von jedem Einzelnen wissen wollte, ob er sich photographieren lassen möchte. Es ging, so wie ich das verstanden habe, darum, wie die Photographen mit diesem Thema umgehen und nicht, was die Photographierten dazu meinen. Für meine Begriffe krankt das Thema genau an diesem Punkt. Manche Betrachter schaffen es einfach nicht, ein Photo anzusehen, ohne sofort an sich und ihre Ängste zu denken.... Aha, es gibt also einige, die wissen nicht, worum es in diesem Strang geht, und die dürfen sich deshalb auch nicht äußern? Wenn ich den Eingangspost richtig gelesen habe, stellt der TO 2 Fragen, nämlich 1. nach der Rechtslage und 2. nach dem Umgang damit. Die Frage nach der Rechtslage ist dann mit dem 3. oder 4. Post schon vom Tisch im Sinne von eigentlich ..., aber ... . Das geht ganz einfach. Wenn ich dann, um auch einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, von meinem Wunsch nach Privatsphäre berichte, dann darf das nicht sein, es gehört nicht hier hin. Oder es wird pathologisiert, als Angst verunglimpft. Dann hat der, der seine Privatheit gewährt haben möchte die „Störung“, der Fotograf wird als jemand überhöht, der nur edle Motive hat. So edel scheint mir allerdings die Argumentationskette nicht zu sein .... Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Soleil Geschrieben 27. Februar 2018 Share #118 Geschrieben 27. Februar 2018 Lieber Tommy43, ich habe nicht geschrieben, dass irgendetwas nicht sein dürfe. Ich habe geschrieben, dass ich eine Entwicklung bedenklich finde. Dass ich das Messen mit unterschiedlichem Mass nicht verstehe. Ich habe nichts über die Motive der Photographen geschrieben und auch nicht, dass sie nur edel seien. Ich habe auch nicht geschrieben, dass jemand, der seine Privatheit gewährt haben möchte, gestôrt sei. Abgesehen dabon, dass ich Angst nicht als Störung empfinde, denn auch diese brauchen wir ( genauso wie den Egoismus, um zu überleben ) Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo Du das alles liest. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
ALPHA Geschrieben 27. Februar 2018 Share #119 Geschrieben 27. Februar 2018 ... Manche Betrachter schaffen es einfach nicht, ein Photo anzusehen, ohne sofort an sich und ihre Ängste zu denken. Sie fragen sich sofort, ob die Erlaubnis zur Photographie erteilt wurde und, wenn sie es dem Photo nicht auf Anhieb ansehen, wie die Sachlage ist, stülpen sie dem Menschen auf dem Bild und dem Photographen die eigene Angst über. Dazu beginnen sie sofort ungefragt, die Photographierten als Opfer einzuordnen und sie zu beschützen, obwohl sie nichteinmal wissen, ob der abgebildete Mensch überhaupt schutzbedürftig ist. Das Photo selbst scheint zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr interessant zu sein. ... Einspruch - soweit es mich betrifft. Ich habe keine Angst - und selbst wenn, ginge es mir nicht darum. Aber: ja, ich sehe auf manchen Fotos den abgebildeten Menschen als Opfer, nämlich als Opfer des Fotografen, der sich herausnimmt, andere Menschen "einfach so" zu fotografieren, weil er es will und er es kann. Ich finde das respektlos, insbesondere dann, wenn ich erkenne, dass hier Menschen auf der Straße mit Brennweiten von 90mm aufwärts abgelichtet worden sind - so möchte ich nicht behandelt werden und auch keinen anderen Menschen behandeln. Wenn ich dann etwas von Egoismus, Überreaktion und Machtmissbrauch der ungefragt fotografierten Menschen lesen muss, geht mir ein ganz klein wenig die Hutschnur hoch. Statt sich zu fragen, wie wir als von der Fotografie Begeisterte bei anderen Menschen eine größere Akzeptanz unseres Tuns erreichen können, beschimpfen wir diejenigen, die wir fotografieren möchten. Wer das gut findet und verteidigen will - meinetwegen. Aber Respekt und Empathie ist was anderes. Thomas Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
zwanzignullzwei Geschrieben 27. Februar 2018 Share #120 Geschrieben 27. Februar 2018 Es ist doch alles schon gesagt, mehrfach und deutlich, in verschiedenen Threads. Ich verstehe die Renitenz einiger nicht. Ich verstehe nicht das Reflexhafte „ich habe aber doch recht“. So zitiere ich die weisen Worte unseres Admin: „(…) Wie Soleil geschrieben hat: Das geht nur den/die Fotografen/in, die abgebildeten Personen und mich als Betreiber was an. Fragen zum Recht am eigenen Bild ruinieren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jeden Thread – wie hier zu sehen war. (…)“ Quelle Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Soleil Geschrieben 27. Februar 2018 Share #121 Geschrieben 27. Februar 2018 Lieber Thomas, zuallererst möchte ich - und ich kann auch nur über mich reden - ganz deutlich sagen, dass ich alle Bedenken von Menschen, die nicht photographiert werden wollen, verstehen und akzeptieren kann. Das Wort Egoismus bezog sich auf einen Satz von Chironer, der das Wort für Photographen verwandte, die Menschen photographieren und er gebrauchte es so, dass es als abwertend zu verstehen war. Es gibt für mich in diesem Zusammenhang niemanden, der nicht egoistisch handeln würde und ich finde das auf beiden Seiten rechtens. Für mich gibt es eher einen Missbrauch der Worte „ Opfer“ und „ Täter“. Eine Überreaktion sehe ich zum Beispiel in dem von mir beschriebenen Fall. Der Herr hätte mich auch freundlich fragen kônnen, ob ich ihn photographiert habe. Das hat er nicht... Ich persönlich wehre mich gegen manche stattfindende Vorverurteilung und( wie oben geschrieben) das Messen mit unterschiedlichem Maß. Die Akzeptanz, bzw. die Auseinandersetzung mit dem Thema ist für mich auf beiden Seiten gefragt. So ein Thema kann man nicht in Schwarz und Weiß einteilen. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 27. Februar 2018 Share #122 Geschrieben 27. Februar 2018 Es geht ja hier eigentlich darum, wie man zu guten Bildern von und mit fremden Leuten kommt. Bei mir ist dafür in der Regel eine Kooperation des Motivs notwendig und sinnvoll, weil das Bild sonst nichts wird. Beispiel: GFXA3718 by Rico Pfirstinger, auf Flickr Solche Bilder bekommt man nicht hinterrücks, auch wenn Zufall und Timing trotzdem eine große Rolle spielen. Bei anderen Bildern hingegen gibt es vorher eine (oft spontane) Idee, wo ich dann warte und hoffe, dass sie sich als realisierbar erweist. Etwa: 100F2628 by Rico Pfirstinger, auf Flickr Da kann man natürlich vorher nicht fragen, und sicherlich werde ich so einem Menschen (der es zudem offensichtlich eilig hat) auch anschließend nicht hinterherjagen und damit belästigen, sich das Foto anzugucken und toll oder nicht toll zu finden. Zumal das hier ja nur das Bild ist, das aus meiner Sicht etwas geworden wird – die fünf oder zehn nicht so gelungenen Versuche am selben Ort mit fünf oder zehn anderen Menschen gab es schließlich auch noch. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Rico Pfirstinger Geschrieben 27. Februar 2018 Share #123 Geschrieben 27. Februar 2018 Bei interessanten Menschen auf der Straße, mit denen ich mich länger als nur ein paar Sekunden fotografisch beschäftige und somit auch etwas mehr kommuniziere, gebe ich auch meine Visitenkarte her. Da stehen E-Mail und Webadresse drauf, und auf der Homepage ist mein Flickr-Konto direkt verlinkt. Beispiel: GFXA3713 by Rico Pfirstinger, auf Flickr Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert. Nur bedankt. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
ALPHA Geschrieben 27. Februar 2018 Share #124 Geschrieben 27. Februar 2018 ... Die Akzeptanz, bzw. die Auseinandersetzung mit dem Thema ist für mich auf beiden Seiten gefragt. So ein Thema kann man nicht in Schwarz und Weiß einteilen. Stimmt, Elke. Ich stelle nur die Frage, ob wir, also die Fotografen, nicht diejenigen sind, die um Akzeptanz für unser Tun werben sollten. Thomas Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
MEPE Geschrieben 27. Februar 2018 Share #125 Geschrieben 27. Februar 2018 Aus Sicht des Fotografen: Es geht natürlich um ethische und moralische Aspekte, aber eben auch um die Rechtslage. Egal wie fotografisch gut und vorteilhaft die Bilder sein mögen, wenn der Fotografierte dagegen vorgeht, weil er keine Erlaubnis zur Veröffentlichung gegeben hat, braucht man ihn weder als Moralapostel noch Mimose zu beschimpfen, er nimmt einfach seine Rechte wahr, aus welchem Grund (Prinzip, schlechte Erfahrungen) auch immer. In 99,9% der Fälle wird der Fotografierte das Bild im Netz nicht finden und man hat Glück gehabt. Wenn ich in ein seit 20 Jahren verlassenes Gebäude und verfallenes Gebäude gehe und dort fotografiere, übertrete ich ein Gesetz und kann mich nicht beschweren, wenn ich ggf. eine Anzeige bekomme. Es gibt so viele Gesetze, die mir nicht passen, dennoch muss ich mich daran halten oder damit leben, ggf. belangt zu werden. Die andere Seite ist die moralisch-ethische. Hier können dem Fotografen nur ein innerer Kompass und Gespür für die Situation helfen. Da gibt es keine für jeden gültige Regeln. Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
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